Alfdorf Haghof: 300 Flüchtlinge auf 30 Einwohner

Rainer Stütz, 11.12.2015 00:00 Uhr
 Foto: Habermann / ZVW
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Alfdorf. Die geplante Unterbringung von Flüchtlingen im Hotel Haghof schlägt Wellen. Volker Bulling kündigt im Namen von Anwohnern Widerstand dagegen an. So eine Situation sei für den Einwohner nicht tragbar.
Bei einer Einwohnerzahl von gerade mal 25 sei die Unterbringung von 300 Flüchtlingen im Teilort Haghof nicht tragbar. Volker Bulling sieht Existenzen gefährdet und befürchtet eine dramatische Senkung der Lebensqualität. Die Anwohner seien erst sehr kurzfristig über das Vorhaben unterrichtet worden.

Wie bereits in unserer Donnerstag-Ausgabe berichtet, planen die Gemeinde und der Landkreis eine gemeinsame Informationsveranstaltung zu dem Thema, und zwar für Donnerstag, 17. Dezember, um 19 Uhr im Bürgerzentrum Lindengarten in Pfahlbronn. Die direkten Anwohner waren für Donnerstagabend, 10. Dezember, kurzfristig zu einem Gespräch ins Alfdorfer Rathaus eingeladen worden.

Erste Flüchtlinge ziehen bereits vor Weihnachten ein

Bürgermeister Michael Segan beziffert die Zahl der Einwohner auf Anfrage unserer Zeitung auf 30. Eine ähnlich ungünstige Konstellation im Verhältnis Einwohner und Zahl der Flüchtlinge hat jüngst in Oberneustetten (Stadtteil von Murrhardt) für Schlagzeilen gesorgt.

Bereits vor Weihnachten sollen die ersten Flüchtlinge im Haghof einziehen, etwa 15 bis 20 Menschen.

Volker Bulling hat die Bedenken von Anwohnern in einem Fragenkatalog zusammengefasst. So befürchtet er Einbußen für den Tourismus, wenn das Hotel Haghof nicht mehr als solches genutzt werde. Er sieht existenzielle Gefahren für Golfclub, Reitställe und die Hagmühle. Die Immobilien würden einen Wertverlust erleiden.

Nach Angaben von Michael Segan kann das Hotel ohne große Umbauten als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Alle Vorschriften einschließlich Brandschutz würden eingehalten. Die Zimmer würden allerdings mit anderen Möbeln bestückt, die dem Standard von Flüchtlingsunterkünften entsprächen.

Wegen der schlechten Infrastruktur vor Ort erwartet Volker Bulling eine „Völkerwanderung“ zu den anliegenden Städten und Supermärkten. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind im Alfdorfer Ortsteil Pfahlbronn, im Welzheimer Stadtteil Breitenfürst und in Welzheim selber.

Für den dortigen Bürgermeister Thomas Bernlöhr ist es keine Überraschung, dass die Belegung von Hotels mit Flüchtlingen immer mehr in den Vordergrund rückt. Nur so könne der kurzfristige Bedarf gedeckt werden. Ein Bauplatz oder selbst Wohncontainer führten bei der derzeitigen Situation nicht weiter, um die aktuellen Herausforderungen im Landkreis bewältigen zu können. Alternativen wären nur die Hallenbelegung oder Zelte auf der grünen Wiese. Die Belegung des Hotels Haghof mit Flüchtlingen tangiere die Stadt.

Die Stadt Welzheim akzeptiere angesichts der Situation das Vorhaben des Landkreises.

Landratsamt: „Mit dem Rücken zur Wand“

Das Landratsamt plant in enger Absprache mit der Gemeinde Alfdorf, im früheren Hotel Haghof bis zu 300 Flüchtlinge unterzubringen.

Die Belegung ist in mehreren Tranchen geplant. Die erste Belegung soll noch vor Weihnachten erfolgen.

Gerade weil es sich um eine hohe Zahl von Flüchtlingen in einem Teilort handelt, war es dem Landratsamt besonders wichtig, das Vorhaben im Einvernehmen mit der Kommune zu planen.

Das Waiblinger Landratsamt ist dabei, die Infrastruktur so zu gestalten, dass die Unterkunft gut angebunden und verträglich ist. Schließlich versorgen sich die Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften selbst.

Zum Hintergrund, warum eine große Unterkunft Sinn macht, erklärte Pressesprecherin Martina Nicklaus am Donnerstagnachmittag: „Das Landratsamt steht aktuell bei der Flüchtlingsunterbringung mit dem Rücken zur Wand: Wir müssen vom Land jede Woche 219 Flüchtlinge übernehmen. Hinzu kommen Zwangszuweisungen: Allein diese Woche 89 Flüchtlinge, die wir auf die Schnelle unterbringen mussten. Hinzu kamen diese Woche noch einmal 16 unbegleitete Minderjährige in den Kreis, in den nächsten beiden Wochen kommen noch mal 58.“

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Kommentare (52)
Baldur • vor 7 Monaten
Hintergründe zur Asylkrise: Von „Millionenschweren“ Schleusern in unser Land gekarrt kommen zu uns die sogenannten Asylanten. Dabei werden alle betrogen – die Flüchtlinge, denen man das Schlaraffenland verspricht – auch wir Deutsche und andere Länder, denen man täglich vorsagt, dass wir als Christen zur Nächstenliebe und Humanität verpflichtet sind. Dieser ungezügelte Zustrom ist gewollt. Und wir erleben, wie dieser Plan umgesetzt wird! Um die gegenwärtigen Geschehnisse der Asylanten Flut zu verstehen, muss man in die Geschichte zurückschauen. Graf Coudenhove-Kalergi, war Freimaurer und Gründer der Pan-Europaunion. In seinem Buch von 1925, „PRAKTISCHER IDEALISMUS“ beschreibt er seine Zukunftspläne. Anbei Zitat aus dem Werk: Der Mensch der fernen Zukunft wird MISCHLING sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen. Diese Entwicklung, und damit das Chaos moderner Politik, wird erst dann ihr Ende finden, bis eine GEISTIGE ARISTOKRATIE die Machtmittel der Gesellschaft: PULVER, GOLD UND DRUCKERSCHWÄRZE an sich reißt und zum Segen der Allgemeinheit verwendet. Die geistige Führerrasse Europas soll das JUDENTUM sein. Siehe: (https://totoweise.files.wordpress.com/2011/12/richard-coudenhove-kalergi-praktischer-idealismus.pdf) Inzucht schafft charakteristische Typen – Kreuzung schafft originelle Persönlichkeiten. Vorläufer des planetaren Menschen der Zukunft dies ist der Plan der gerade umgesetzt wird! [Anmerkung der Redaktion: Bitte verbreiten Sie keine Verschwörungstheorien. Danke!]
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Leser2 Baldur • vor 7 Monaten
Das Zitat geht übrigens wie folgt weiter: "VORLÄUFER DES PLANETAREN MENSCHEN DER ZUKUNFT ist im modernen Europa der Russe als slawisch-tatarisch-finnischer Mischling; weil er, unter allen europäischen Völkern, am wenigsten Rasse hat, ist er der typische Mehrseelenmenschen mit der weiten, reichen, allumfassenden Seele. " Ob das wohl auch noch zu Ihrem großen Plan passt, Baldur? Ich habe da so meine Zweifel ;-)
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Baldur Leser2 • vor 7 Monaten
Verschwörungstheorie? Oder doch mehr? Die Freimaurer befehlen der EU: Grenzen auf für immer mehr Einwanderung 12. September 2015 (http://www.katholisches.info/2015/09/12/die-freimaurer-befehlen-der-eu-grenzen-auf-fuer-immer-mehr-einwanderung/) Zur Einwanderung hat inzwischen jeder das Seine gesagt. Nun haben sich auch die Freimaurer zu Wort gemeldet. 28 Obedienzen haben eine offizielle Erklärung unterzeichnet und werfen durch diese seltene Offenheit ein erhellendes Licht auf das Europa gerade lähmende Phänomen einer schranken- und regellosen Einwanderung. Ein Phänomen, das eine wachsende Kluft zwischen Eliten und Volk sichtbar macht. Logen-Einigkeit von der Türkei bis Portugal, von Italien bis Irland und Polen. Unter den Unterzeichnern befinden sich der Großorient von Frankreich, die Großloge von Österreich, der Großorient der Schweiz, die Großloge von Frankreich, der Großorient von Belgien, die Großloge von Belgien, der Großorient von Kroatien, der Großorient von Irland, die Großloge von Italien, der Großorient von Luxemburg, der Großorient von Polen, der Großorient von Portugal, der Großorient von Griechenland, die Weibliche Großloge der Türkei und andere mehr. Sie fordern die europäischen Regierungen nicht nur auf, die anströmenden Einwanderer aufzunehmen, sondern in Zukunft immer mehr aufzunehmen. Die Freimaurer beweisen damit untereinander eine beeindruckende Übereinstimmung in den Absichten von der Türkei bis Portugal, von Italien bis Irland und Polen. Darüber hinaus machen sie auch eine faktische Konvergenz mit den offiziellen Strategien der Europäischen Union und der meisten EU-Mitgliedsstaaten sichtbar. Leider sieht das tatsächlich nach einem Plan aus!
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Marius • vor 7 Monaten
Baldur genau so sieht es aus. Wir haben bereits keine Demokratie mehr, es wird über uns bestimmt und das Land ruiniert. Leider befürchte ich das Schlimmste: der lethargische deutsche Michel wird wieder dieselben wählen, es wird schon alles gut gehen. Und Steffen, sollten Sie deutscher Staatsbürger sein, würde ich mich an Ihrer Stelle in Grund und Boden schämen für so eine dümmliche Aussage! Pfui und nochmals Pfui. Mich wundert dass so ein Mist überhaupt freigeschalten wird.
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Steffen Marius • vor 7 Monaten
Warum sollte ich mich schämen ? Welche Eigenschaft unterscheidet einen deutschen Staatsbürger von anderen Menschen ? außer seinem Pass ? Im Übrigen sind auch in der Vergangenheit massenhaft deutsche Staatsbürger ausgewandert, in frühen Zeiten und auch im und nach dem 2. Weltkrieg z. B. nach USA und Südamerika. Anderseits wurden ganze viele Menschen zu deutschen Staatsbürgern, z. B. nach dem Mauerfall viele Aussiedler aus Osteuropa und Russland. Das ist ja das schöne an der modernen Welt, auch der deutsche Staatsbürger hat viele Möglichkeiten sich auszusuchen, wo er gerne leben möchte, wenn es ihm hier oder anderswo nicht mehr gefällt.
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Frank • vor 7 Monaten
Wie sagte doch Donald Trump, als er zur seiner Meinung Angela Merkels zur" Frau des Jahres 2 im Time Magazin gefragt wurde: "Sie wurde gewählt, weil sie Deutschland ruiniert" Selbst in der USA gibt es noch eine freie Meinungsäußerung im Gegenteil zu Deutschland. Wir werden von 15% Linken und Grünen mit Unterstützung von unserer " Angie " und der ebebfalls größtenteils linken Presse für dumm und rechts dargestellt, und jede andere Meinung unterdrückt.
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Ralf F. Frank • vor 7 Monaten
Weil Donald Trump ja auch so ein richtig schlauer Mensch ist! :D
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Jürgen • vor 7 Monaten
es ist doch eine gute Idee ein leerstehendes Hotel für Zufluchtsuchende zu nutzen, nur was natürlich dort schlecht ist, sind die Einkaufsmöglichkeiten das stimmt schon. Im übrigen verstehe ich die Aufregung nicht, mit den 300 Flüchtlingen auf 30 Einwohner, heißt dies, daß Zufluchtsuchende nur in Städe und Großstädte untergebracht weden sollen?...dies kann ja nicht euer Ernst, ihr Haghöfer, wahrscheinlich waren die Ängste, die Herr Bulling angibt auch nicht ernst gemeint... Gruß Breitenfürster
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Paule Jürgen • vor 7 Monaten
Jürgen dies war wahrscheinlich auch nicht so gemeint von Herrn Bulling, der Haghof hat ja nichts gegen Flüchtlinge und die Befürchtungen sind natürlich aus der Luft gegriffen, Herr Bulling wird dies wahrscheinlich auch noch berichtigen, daß dies nicht so gemeint war...
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gut! Paule • vor 7 Monaten
dies ganze einwenig zu beruhigen ist gut! Der Haghof hat ja auch noch nie was mit Ausländern zu tun gehabt (außer vielleicht früher mit Gästen im Hotel), insofern kann man die Emotionen schon verstehen. Dies ist ein Gewöhnungsprozess für die Haghöfer, sie langsam an "fremde" Menschen zu gewöhnen.
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Baldur • vor 7 Monaten
Dieser unerhörte Vorgang ist mehr als bedrückend! 300 Asylanten, besser gesagt Invasoren, sollen den idyllischen Haghof besetzen! Die 20 Einwohner gehen dabei unter. Den Betreibern der Golfanlage wird nach aller Wahrscheinlichkeit die Existenzgrundlage entzogen. Für die Besitzer des Hotels ein Millionengeschäft, wie schon vorgerechnet wurde. Und das alles auf dem Rücken der 30 Einwohner. An Rücksichtslosigkeit nicht zu überbieten! Die Bürger wurden erst informiert als der Mietvertrag, den der Landkreis abschließt, so gut wie unterzeichnet war. Dies ist die neue Demokratie im Grün/Roten Ländle. Der Bürger hat nichts mehr zu sagen. Protestiert er, ist er ein Nazi. Anscheinend soll unser Land in Windeseile zerstört werden – eine Dankeschön an Frau Merkel & Co! Wunderbar dass auf die geplanten 300 „Gäste“ die hohe Zahl von 3 Sozialarbeitern im Einsatz sein werden. Dazu ein Sicherheitsdienst, vielleicht auch nur 3 Mann? Ob diese Leute die Schlägereien wie sie in in anderen Unterkünften immer wieder vorkommen verhindern können, ist allerdings fraglich.
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