Berglen Neue Trauungsorte in den Berglen

Uwe Speiser, 21.03.2017 00:00 Uhr
Wenn die Zeremonie ganz wenige Gäste hat, bietet sich der heimelige Raum im Heimatmuseum an. Foto: Gemeinde Berglen
Wenn die Zeremonie ganz wenige Gäste hat, bietet sich der heimelige Raum im Heimatmuseum an.Foto: Gemeinde Berglen

Berglen. Künftig können Paare auch im Bürgerhaus in Rettersburg und in der Bauernstube im Heimatmuseum sich standesamtlich trauen lassen. Heiraten unter freiem Himmel wird ab Mitte des Jahres auf einem Platz an einem Hang im Gewann Scheuenberg bei Öschelbronn möglich sein.

Bislang sind standesamtliche Trauungen in Berglen ausschließlich im Rathaus Oppelsbohm möglich. Das Trauzimmer im Erdgeschoss dort bietet für maximal zwölf Personen Sitzplätze. Die reichen aber nicht, wenn an der Zeremonie sehr viele Familienangehörige und Freunde teilnehmen. Auf der anderen Seite ist es auch schon vorgekommen, dass das Paar nur im kleinsten Kreis heiratet.

Die Anzahl der Gäste ist also sehr unterschiedlich. Die Verwaltung hat sich Gedanken gemacht, wie die Gemeinde auf diese wechselnden Situationen reagieren kann, welche Räume jeweils als Alternative infrage kommen. Bei einer großen Zahl an Hochzeitsgästen bietet sich das Bürgerhaus an, mit Platz für maximal 90 Gäste. Dort kann, wenn es deutlich weniger sind, ein Raumteiler helfen. Für Vermählungen dagegen, bei denen nur das Brautpaar, die Trauzeugen und die Eltern teilnehmen, ist die Bauernstube im Heimatmuseum geeignet (maximal acht Plätze). Vom Vorstand des Heimat- und Museumsvereins gab es dazu bereits grünes Licht.

Platz liegt an der Hangkante und bietet eine herrliche Sicht

Der vorgesehene Platz für Trauungen unter freiem Himmel im Zeitraum Mai bis September liegt inmitten von Streuobstwiesen. Die betreffenden Grundstücke gehören der Gemeinde, beziehungsweise sie hat sie geschenkt bekommen. Der Standort liegt südlich von Öschelbronn, Richtung Rettersburg, rund 300 Meter vom Ortsrand entfernt, in der Verlängerung der Ginsterstraße. Die Hanglage erlaubt, wenn das Wetter mitmacht, nicht nur eine schöne Sicht aufs Buchenbachtal, sondern weit darüber hinaus bis zur Schwäbischen Alb. Die idyllische Lage in der Natur hat allerdings auch eine Kehrseite. Die Fläche muss eingeebnet, befestigt werden. Bis nahe an den Platz dürfen nur das Brautpaar und körperlich eingeschränkte Hochzeitsgäste fahren. Alle anderen müssen ihre Autos am etwa 600 Meter beziehungsweise fünf bis zehn Minuten zu Fuß entfernten Friedhof abstellen. Allerdings soll im Anschluss an die Zeremonie ein Ständerling zugelassen sein, der jedoch nicht länger als zwei Stunden dauern soll. Die Getränke und Happen dafür werden am Platz angeliefert werden dürfen, die Fahrzeuge dazu aber nur ausgeladen, aber nicht geparkt werden.

Zusätzliche Gebühren

Da die zusätzlichen Räume für standesamtliche Trauungen für die Verwaltung mehr Aufwand bedeuten, fallen zusätzliche Gebühren an. Wie hoch die ausfallen, muss noch festgelegt werden. Die Verwaltung geht dabei von maximal 150 Euro aus.

          0
 
Kommentare (0)