Deutschland Dax hält Gewinne vor Trump-Pressekonferenz fest

dpa, 11.01.2017 15:39 Uhr
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes. Foto: Fredrik von ErichsenFoto: dpa

Frankfurt/Main.
Der Dax hat am Nachmittag die Marke von 11 600 Punkten erst einmal verteidigt. Der Leitindex hatte diese Hürde am späten Vormittag hinter sich gelassen, nachdem er an den Tagen davor meist daran gescheitert war.

Zuletzt legte das Barometer um 0,29 Prozent auf 11 616,96 Punkte zu. Die Anleger warten nun gespannt auf die erste Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump seit seinem Wahlsieg im November. Sie soll kurz vor Xetra-Schluss beginnen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann bislang 0,46 Prozent auf 22 305,06 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,60 Prozent auf 1852,32 Zähler vor. Im SDax gab es bei einem Plus von zuletzt 0,67 Prozent sogar einen neuen Rekord mit 9729,66 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich kaum verändert.

Die Börsen hätten nach dem Wahlsieg Trumps viel Positives eingepreist, ohne dass es bisher Details zu seiner künftigen Politik gegeben habe, kommentierte Marktexperte Craig Erlam vom Broker Oanda. Sollte Trump die Erwartungen an eine wachstumsfreundliche Politik mit Steuersenkungen nicht erfüllen, könnten die Märkte schnell wieder ins Wanken geraten.

Hierzulande sorgten zur Wochenmitte zahlreiche Analystenkommentare und Umstufungen für reichlich Bewegung. An der Dax-Spitze preschten die Titel des Versorgers RWE etwa nach einer Studie des Bankhauses Barclays um mehr als 3 Prozent vor.

Weit vorne im Leitindex rückten zudem die Volkswagen-Vorzüge angesichts des bevorstehenden Milliardenvergleichs in den USA um annähernd 3 Prozent vor. Wie der Autobauer am Vorabend bekanntgegeben hatte, wurden im Abgas-Skandal mit der US-Justiz Bußgeld- und Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar ausgehandelt.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sitzt trotz einer Rekordproduktion im Jahr 2016 auf so dicken Auftragsbüchern wie nie zuvor. Die Airbus-Aktien verloren im MDax dennoch knapp 0,3 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,10 Prozent am Vortag auf 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,04 Prozent auf 141,89 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,26 Prozent auf 163,60 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0508 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0567 (Montag: 1,0516) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9463 (0,9509) Euro.

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