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FamilienforumDer Blick in den Schulranzen

Pia Eckstein, vom 03.09.2012 17:15 Uhr
Nächste Woche beginnt die Schule. Ach, und was brauchen wir noch mal dafür? Foto: ZVW
Nächste Woche beginnt die Schule. Ach, und was brauchen wir noch mal dafür?Foto: ZVW

Waiblingen. Tatsächlich, es ist wieder so weit: Nächste Woche beginnt die Schule. Ach, und was brauchen wir noch mal dafür? Richtig! Einen funktionierenden Schulranzen. Dieses Ding für den Rücken, das vor sechs Wochen in der dunkelsten Ecke des Zimmers landete. Das olle Teil soll jetzt wieder seinen Dienst tun? Da sollten wir reingucken.

Wissenswertes zum Schulanfang

Schulanfang ist in diesem Jahr am Montag, 10. September.

Die meisten Schulen beginnen zur zweiten Stunde, deren Anfangszeit allerdings von Schule zu Schule variieren kann. So beginnen die einen um 8.20 Uhr, die anderen erst um 8.35 Uhr.

Manche Schulen haben dazu schon Infos auf ihre Homepage gestellt. Nachschauen gibt Sicherheit.

Erstklässler haben noch eine Woche länger Ferien. Ihr Einschulungstag wurde ihnen üblicherweise in einem Brief mitgeteilt.

Auch Fünftklässler, die an eine neue Schule wechseln, bekommen üblicherweise Post mit den Daten zur Einschulung.

Also, liebe Eltern von Schulkindern, wappnen Sie sich für Schreckliches: Wen’s ganz hart trifft, der findet im Ranzen des Sprösslings ein Ding, das einstmals ein Apfel war, jetzt aber Farbe, Form und Konsistenz einer inkontinenten Nacktschnecke angenommen hat. Daneben versucht außerdem gerade die Vesperdose, mit dem wochenalten Pausenwurstbrot davonzulaufen.

Gewiss ist: Die Sammlung von Star-Wars-Karten, die stets einen großen Teil des Ranzengewichts ausmacht, hat ihr Kind vor den Auswirkungen der Ferienzeit in Sicherheit gebracht. Vielleicht aber finden sich noch drei, vier Beyblades unter den eselsohrigen Heften. Denn jene superteuren Kreisel, mit denen in den Schulranzendeckeln immer Kämpfe ausgefochten werden, sind gerade nicht so in. Drum haben sie sich’s auf einer zentimeterdicken Schicht Spitzerspäne bequem gemacht, flankiert von abgefressenen und durchgebrochenen Farbstiften.

Ganz klar, da ist Durchgreifen angesagt: alles raus, umdrehen, schütteln, auswischen, sichten. Was taugt noch, was muss ersetzt werden? Und jetzt kommt der Verband Bildung und Erziehung VBE ins Spiel. Der, beziehungsweise dessen Pressesprecher Michael Gomolzig, seines Zeichens außerdem Rektor der Geradstettener Grund- und Hauptschule und damit ausgewiesener Fachmann für Schulranzen aller Altersgruppen, weiß nämlich: „Trotz gesetzlich verankerter Lernmittelfreiheit müssen etliche Unterrichtsmaterialien von den Erziehungsberechtigten eingekauft und damit selbst bezahlt werden.“ Und das kann ganz schön teuer sein. Deshalb empfiehlt der VBE: Besorgen Sie fürs neue Schuljahr nur das, was wirklich notwendig ist.

Also: Welchen der ruinierten Stifte kann das Kind mit engagiertem Spitzen wieder tauglich machen? Wobei vom Stift schon noch so viel übrig bleiben sollte, dass die kleine Hand greifen kann. Die anderen finden ihr Ende im Abfalleimer und müssen ersetzt werden. Wobei das, so der VBE, nicht mittels einer XXL-Packung geschehen muss, deren viele Farben sowieso keiner braucht. Üblicherweise reichen im Schulalltag die Grundfarben Rot, Gelb, Grün, Blau, vielleicht noch Orange und Braun. Diese Farbsortierung gibt’s oft als kleines, relativ günstiges Päckchen, zum Schulanfang auch gern mit Sonderrabatten. Wer von diesen Farben noch welche hat, kann die Stifte übrigens auch einzeln kaufen. Wichtig ist nur, so der VBE, auf gute Qualität zu achten. Denn erstens rasten Kinder und Lehrer aus, wenn alle fünf Minuten die Miene bricht, und zweitens muss dann innerhalb kürzester Zeit der nächste neue Stift gekauft werden.

Das Gleiche gilt für den Deckfarbenkasten. Dieses schmierige Teil in Ockergraubraun kann oft durch eine herzhafte Bearbeitung mit Wasser und Putzlappen zu seiner ehemals strahlenden Farbigkeit zurückfinden. Und was leer ist, kann durch Einzelnäpfchen ersetzt werden. Es muss nicht immer ein neuer Malkasten sein. Kleiner Trick: Bei ganz schlimmen Zuständen können auch alle Näpfchen rausgenommen werden und die Plastikhülle darf in den Geschirrspüler wandern.

Wenn dann alles wieder schön aussieht, kann das Kind seinen Ranzen packen. Rein gehören für den ersten Schultag: Mäppchen, Vesperbox, neue Hefte – so schon bekannt, welche es sein sollen. Nicht rein soll die Star-Wars-Kartensammlung. Auf die wird das Kind aber vermutlich nicht verzichten. Ach, und wo ist eigentlich das Zeugnis?

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