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FamilienforumDie Backprofis

Anne-Katrin Schneider, vom 18.12.2012 00:00 Uhr
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„Kleine Häufchen wie vom Konditor“, Petra Scharberth-Zender zeigt den Kindern das richtige Portionieren. Foto: Bernhardt/ ZVW
„Kleine Häufchen wie vom Konditor“, Petra Scharberth-Zender zeigt den Kindern das richtige Portionieren.Foto: Bernhardt/ ZVW

Backnang. Backen macht Spaß, stärkt das Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen. Drei Teams mit drei oder vier Kindern haben in Backnang fast selbstständig vier leckere Sorten Plätzchen hergestellt - ohne Streit, ohne Träne, mit netten Tipps und voller Konzentration. Ein Tipp zum Nachbacken für einen fröhlichen Kindernachmittag.

Rezepte als PDF

Die zehn Kinder sind begeistert bei der Sache. Drei Stunden lang konzentrieren sie sich, keiner steht unbeschäftigt herum. Einige kennen sich noch nicht, dennoch helfen sie sich gegenseitig, ohne Rechthaberei. Auf die Frage, wie sie dann anschließend die fertigen Plätzchen aufteilen möchten, antwortet der zehnjährige Dominik: „Wir sollten erst einmal abwarten, bis sie aus dem Ofen kommen. Dann sehen wir weiter.“ Am Ende gibt es aber auch bei der Verteilung keinen Streit. Jedes Team darf seine eigenen Plätzchen aufteilen und mit nach Hause nehmen.

Team eins ist top organisiert: Eva und Maren haben schon sehr oft gebacken und sind mit Dominik im Team, der noch nicht so viel Erfahrung mitbringt. Während Maren schon fast professionell den Teig knetet, puhlt Dominik Erdnüsse aus der Schale mit dem Kommentar „Das müssen immer die Männer machen.“

Bevor sie Mehl in die Schüssel kippt, sagt sie zu ihm: „Kannst du das bitte machen? Das kannst du bestimmt viel besser.“ Später, wenn sie erwachsen sind, träumt Team 1, wollen sie ein Restaurant aufmachen. Der Junge, der bislang noch nicht backen kann, soll Chefkoch werden.

Der Anblick bei Tisch zwei wirkt lustig-chaotisch. Während Leonie und Laura schwungvoll zwei Tafeln Schokolade in einen Topf mit kochendem Wasser werfen - sie haben die Anweisung mit dem Wasserbad wörtlich verstanden –, freut sich das übrige Team erst, dass eine kleine Handvoll Erdnüsse bereits die geforderten 200 Gramm wiegen kann (weil sie die Schüssel mitgewogen haben) und später, warum die nun volle Schüssel Erdnüsse nur noch vier Gramm anzeigt (da stand die Anzeige auf Pfund). Doch dafür ist ja Kursleiterin Petra Scharberth-Zender vor Ort: Ein paar korrigierende Tipps und Handgriffe, ein wacher Blick auf die Temperaturanzeige des Backofens und am Ende kann auch Team 2 perfekte Plätzchen in die mitgebrachten Tupperboxen füllen.

Die Zutaten sind nicht teuer


„Ich habe einfache Plätzchen ausgesucht, die unterschiedlich schmecken. Die Zutaten sind nicht teuer und ich habe natürlich auf eine gute Planbarkeit geachtet“, erklärt Kursleiterin Petra Scharberth-Zender das Programm für den Adventsbackkurs: Denn während der Teig für die Sahnesterne im Kühlschrank liegt, können Haferflocken-Nuss-Plätzchen und Kokos-Schoko-Makronen zum Beispiel in Zweierteams zubereitet werden. Während die im Ofen sind, werden die vorher gepuhlten Erdnüsse ins Schokoladenbad getaucht. Zum Abschluss wird der Teig für Sahnesterne ausgerollt, ausgestochen und gebacken. Auch Reste sollen nicht entstehen: So können die übriggebliebenen Eigelbe des Eischnees als Plätzchenglasur verwendet werden. Ziel ist: Keiner soll unbeschäftigt bleiben.

Natürlich geht Scharberth-Zander von Tisch zu Tisch und gibt Tipps und auch die Vorbereitungen hat sie übernommen: Als die Kinder eintreffen, stehen alle Zutaten, die Backbleche, Schüsseln, Handrührgeräte und Löffel auf den Tischen. Und die besonders schwierige Aufgabe, das Eigelb vom Eiweiß zu trennen, hat Scharberth-Zender vorab für sie übernommen. Aber ansonsten ist die Adventsbäckerei das Werk der Kinder. „Die Kinder sollten schon lesen können. Mit drei oder vier Kindern in einer Gruppe ist das alles sehr gut machbar“, erklärt sie.

„Begriff Gesundheit beim Thema Plätzchenbacken unangebracht“

Den Begriff „Gesundheit“ findet sie beim Thema Plätzchen nicht angebracht. „Es geht um Vielseitigkeit und natürlich sollten Süßigkeiten, dazu gehören Plätzchen, höchstens zehn Prozent der täglichen Ernährung ausmachen - das wären dann zwei oder drei Plätzchen“, erklärt sie.

„Natürlich kann man darauf achten, dass man Rezepte mit nicht so extrem viel Zucker auswählt oder ein anderes Mehl verwendet, oder dass die Plätzchen nicht zu groß ausgestochen werden, aber es sind und bleiben Süßigkeiten.“

Es geht nicht um Masse, sondern um Genuss. Um Spaß und vor allem um Wertschätzung: „Nach diesem Nachmittag wissen die Kinder, wie viel Arbeit in so einem Plätzchen drinsteckt.“

Alle Kurse und Infos

Alle Informationen zum Thema Ernährung des Bereiches Ernährung und Hauswirtschaft finden Sie auf der Website des Landkreises.

Das Kursangebot steht hier zum Download bereit.

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Mmmm, lecker Plätzchen...Wie trotzen Sie im Winter den Kalorien?

 
Bei mir wird nichts ansetzen, ich treibe weiterhin regelmäßig meinen Sport.
Skifahren, Schlittschuhlaufen...ich passe mich an die Jahreszeit an.
Ich würd ja gerne, aber die Couch ist so bequem. Ich habe ja genug Zeit, bis zum Sommer alles wieder abzutrainieren.
Sport ist sowieso Mord, egal zu welcher Jahreszeit. Ich genieße die Leckereien.
 
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