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FamilienforumDie weibliche Mitte entdecken

Andrea Wüstholz, vom 18.06.2012 16:57 Uhr
Heide Lust, speziell ausgebildete Beckenboden-Trainerin und Physiotherapeutin aus Korb, macht sichtbar, was sonst für Außenstehende unsichtbar in der Hose verborgen bleibt: Fortschritte beim Training des Beckenbodens, der weiblichen Mitte. Fürs Foto hat sich die Hebamme Gabriele Schebesta mal eben als Testfrau zur Verfügung gestellt. Foto: Bernhardt/ZVW
Heide Lust, speziell ausgebildete Beckenboden-Trainerin und Physiotherapeutin aus Korb, macht sichtbar, was sonst für Außenstehende unsichtbar in der Hose verborgen bleibt: Fortschritte beim Training des Beckenbodens, der weiblichen Mitte. Fürs Foto hat sich die Hebamme Gabriele Schebesta mal eben als Testfrau zur Verfügung gestellt.Foto: Bernhardt/ZVW

Korb. „Entdeckungsreise zur weiblichen Mitte“ heißt ein Buch, welches sich mit einem bemerkenswerten Muskel befasst: dem Beckenboden. Die Reise zu diesem speziellen Körperteil findet zu oft nicht statt. Schade. Beschwerden ließen sich vermeiden, entwickelten Frauen am besten schon vor einer Geburt ein gutes Gefühl für diesen Muskel. Eine Hebamme und eine Physiotherapeutin erklären, warum sich das für alle Frauen empfiehlt:

Kurse

Heide Lust bietet regelmäßig Beckenbodentrainingskurse in Korb an. Die nächsten beiden Kurse beginnen beide am Dienstag, 17. Juli. Der eine dauert von 9 bis 10.30 Uhr, der andere von 18 bis 19.30 Uhr. Jeder Kurs umfasst fünf Termine.

Ein weiterer Kurs beginnt am Dienstag, 11. September, 18.30 bis 20 Uhr.

Infos und Anmeldung bei Heide Lust, Physiotherapeutin in Korb, Tel. 0 71 51/93 77 73. Die Mailadresse: hlust@beckenboden.com

Heide Lust arbeitet nach einem speziellen Konzept, das im Buch „Entdeckungsreise zur weiblichen Mitte“ (Bebo Verlag GmbH Zürich) erläutert ist. Autorinnen des Buches sind Yvonne Keller, Judith Krucker und Marita Seleger.

Beckenboden – wo befindet sich der noch mal schnell? Es handelt sich schlicht um einen großen Muskel. Er hält Gebärmutter und Blase, umschließt die weiblichen Körperöffnungen – und ist zu erstaunlichen Leistungen fähig. Es könnte sonst kein Kind hindurch.

Wer Großes leistet, lässt Federn: Nach Geburten und als Folge der Hormonschwankungen im weiblichen Körper sowie ganz besonders bei schwachem Bindegewebe lässt die Spannkraft des Beckenbodens nach. Die fieseste Folge: Inkontinenz.

„Prävention ist ganz, ganz wichtig“, betont die Korber Hebamme Gabriele Schebesta: Bereits in den Geburtsvorbereitungskursen schärft sie das Bewusstsein der Frauen für deren weibliche Mitte. Unter der Geburt geht es ums Loslassen, der Beckenboden dehnt sich enorm. Wer bereits frühzeitig den Beckenboden gut erspüren und auf ihn zu achten gelernt hat, tut sich nach einer Geburt viel leichter, dem Muskel zu neuer Spannkraft zu verhelfen.

Der tragende Muskel gerät leicht in Vergessenheit

Das klingt einfach. In Wahrheit bedarf es einiger Übung. Mütter richten nach einer Geburt alle Aufmerksamkeit aufs Kind. Längst nicht jeder Gynäkologe, nicht jede Geburtsklinik informiert die Frauen über dieses Thema – und so gerät der tragende Muskel leicht in Vergessenheit. Zwar zahlen die Krankenkassen zehn Stunden für Rückbildung, erklärt Gabriele Schebesta, und in diesen Kursen geht es natürlich auch um den Beckenboden. Doch fehlt es laut der Hebamme inzwischen an Fachfrauen, die den Müttern das nötige Wissen vermitteln. Manch eine Hebamme habe Rückbildungskurse bereits aus ihrem Angebot gestrichen, weil es sich schlicht nicht lohne. Mütter sollten auf ein viel größeres Informationsangebot stoßen, fordert Heide Lust, Physiotherapeutin aus Korb.

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