Fellbach Junge von Auto erfasst

ZVW, 11.01.2017 10:35 Uhr
Symbolbild. Foto: Habermann / ZVW
Symbolbild.Foto: Habermann / ZVW

Fellbach.
Ein 13-Jähriger stieg am Dienstag um 14:45 Uhr an einer Haltestelle in der Alemannenstraße aus einem Bus aus, lief hinter diesem herum und rannte über die Straße. Ein heranfahrender 82-jähriger Golf-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste den Jungen. 

Der 13-Jährige wurde gegen die Windschutzscheibe geschleudert und stürzte auf die Fahrbahn. Er erlitt leichte Schürfwunden und wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro.

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Kommentare (8)
Joe • vor 3 Monaten
In § 20 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist folgendes Verhalten vorgeschrieben: Bus mit Warnblinklicht: Bus fährt die Haltestelle an: Striktes Überholverbot für Pkw. Bus steht an Haltestelle: Pkw aus beiden Richtungen dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit (7 km/h) und ausreichendem Abstand vorbeifahren, wenn nötig halten; bei baulich getrennten Fahrbahnen darf der Gegenverkehr normal weiterfahren.  Bus ohne Blinker oder nur mit rechtem Blinker: Mit erhöhter Vorsicht und Bremsbereitschaft vorbeifahren (Schrittgeschwindigkeit spielt keine Rolle mehr). Omnibussen des Linienverkehrs und Schulbussen muss das Abfahren von gekennzeichneten Haltestellen ermöglicht werden. Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten.
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Fahrlehrerssohn • vor 3 Monaten
Ähnliche Situationen findet man "sooo oft" bei uns auf den Straßen, Gott sei Dank meistens ohne solche oder gar noch schlimmeren Folgen. Aber auch hier gilt, dass man sich nicht wundern muss. Die "alten Dackel" machen es ja immer wieder vor! Mit solchen Vorbildern frisst sich das halt auch bei "den Jungen" fest! Gute Besserung an den "jungen Mann"!
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Skeptisch Fahrlehrerssohn • vor 3 Monaten
Als "Fahrlehrersohn" würde ich mir eine differenziertere Betrachtung wünschen. "An Omnibussen des Linienverkehrs [...] darf, auch im Gegenverkehr, nur vorsichtig vorbeigefahren werden." Und: "Wenn Fahrgäste ein- oder aussteigen, darf rechts nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Sie dürfen auch nicht behindert werden. Wenn nötig, muss, wer ein Fahrzeug führt, warten." Wenn nicht die Formulierung "wurde gegen die Windschutzscheibe geschleudert" stark übertrieben ist steht zu VERMUTEN, dass der Fahrer für die Umstände einfach auch etwas zu schnell unterwegs war. Ich möchte niemandem etwas unterstellen, aber von der Hand zu weisen ist das nicht im Autofahrerländle, wo die Straße Hoheitsgebiet dicker SUVs zu sein scheint die auf nichts und niemand Rücksicht nehmen müssen. Wie oft brausen die dicken Karren rücksichtlos an Kindern vorbei die am Zebrastreifen auf eine Überquerungsmöglichkeit warten und, Gottseidank, warten (obwohl sie "Vorfahrt" hätten)? Und langsam am Bus vorbei fahren wenn offensichtlich Kinder aussteigen, oder gar den Bus, der links blinkt, aus der Haltebucht rauslassen? Never... Das sind die richtig "alten Dackel".
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Guido Skeptisch • vor 3 Monaten
Wenn schon, dann bitte richtig differenziert betrachten. Ich erlebe es z.B. oft, dass der Bus beim Beginn des Blinkens schon einfach herausschert, denn er ist ja im Vorrecht. Somit gefährdet dieser vorbeifahrende Autos die hier gar nicht mehr rechtzeitig reagieren können, oder halten sie grundsätzlich an jeder Bushaltestelle an bis der Bus weiter fährt? Ansonsten liegt es in der Verantwortung eines jeden selbst umsichtig zu sein - vor allem als Fußgänger.
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Skeptisch Guido • vor 3 Monaten
Ich sehe nicht wo Ihre Ausführungen meinen Betrachtungen die Differenzierung absprechen. Es geht um die Situation dass ein 13-Jähriger beim Überqueren der Straße hinter einem Bus angefahren wurde. Wo hat das etwas mit dem eventuellen Fehlverhalten mancher Busfahrer zu tun? Nur weil manche Busfahrer sich die Vorfahrt "erzwingen" ist es also richtig die Umsicht den Fußgängern zuzuschieben und als Autofahrer selber mal 5 gerade sein zu lassen? "Vor allem als Fußgänger" - weil die sich selber schützen müssen? Ich würde sagen: "vor allem als Autofahrer" - denn die sitzen am Steuer einer potentiell für andere sehr gefährlichen Maschine! Ich habe dem Fahrer auch nicht vorgeschrieben dass er ganz stehen bleiben soll, dies verlangt auch nicht die StVo - doch wenn ich an (nicht blinkenden) Bussen vorbei fahre, ja, dann fahre ich sehr wohl extrem langsam und aufmerksam daran vorbei. Eben daraus zog ich den Schluß, dass ein unachtsam hervortretender Fußgänger wohl nicht von meinem Auto "gegen die Windschutzscheibe geschleudert" werden würde.
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Ludwig Thoma Skeptisch • vor 3 Monaten
Lieber Fahrlehrersohn, der Autofahrer fuhr im Gegenverkehr an dem Bus vorbei. Ihr zweites Zitat aus §20 der StVO bezieht sich auf ein Vorbeifahren auf der "rechten" Seite. Dies scheint hier wohl nicht der Fall gewesen zu sein.
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Fahrlehrerssohn Skeptisch • vor 3 Monaten
Zur Erklärung: Ich habe nicht das Verhalten des Autofahrers kritisiert, sondern versucht darzustellen, dass ich schon oft Leute hinter haltenden Bussen die Straßen überqueren gesehen habe. Der "negative Höhepunkt" war vor vielen Jahren eine alte Dame, die ihren Stock unter den Arm nahm und hinter der an der Haltestelle stehenden Bus eine mehrspurige Straße überquerte. Ehrlich: Das sah so blöd aus, dass ich mir den Bauch vor Lachen gehalten habe! Diese Erwachsenen sind für junge Fußgänger die beschriebenen "schlechten Vorbilder"!
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Skeptisch Fahrlehrerssohn • vor 2 Monaten
Ich habe das schon verstanden. Haben auch Sie verstanden dass ich sagen wollte, dass solches Verhalten zwar dumm sein mag, eventuell auch blöd aussieht, aber man gerade als angeblicher "Fahrlehrerssohn" auch das potentielle Mitverschulden der Autofahrer die auf so etwas nicht achten und daurch Unfälle mitverursachen außer Acht lassen kann? Die Oma mag lustig ausgesehen haben, wenn sie allerdings auf der Windschutzscheibe geklebt wäre hätten wohl nur noch wenige gelacht.
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