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Kaisersbach Der „Tatort“-Schreiber Felix Huby in Kaisersbach

Felix Huby beim Nachdenken über das Wesen der Schwaben. Mit Abstand betrachtet, aus seinem Exil in Berlin. Foto: Habermann / ZVW

Kaisersbach. Seine Figuren schwätzen lassen, wie ihnen die Gosch gewachsen ist, das kann er, der Felix Huby. Viele Stuttgart-„Tatorte“ hat er ja schon den Mörder-zur-Strecke-Bringern auf den Leib geschrieben. Mehr und mehr interessiert ihn aber auch das Schwäbisch an und für sich. Veranstalter holen ihn.

Video: Felix Huby im Interview.

Da sitzt er im tiefen Fauteuil von Herrn Kötzschkes Kaminzimmer, dem Wirt des Naturparkhotels am Ebnisee, und kommt ins Erzählen. Tags drauf soll es nach Gschwend gehen. Er ist gefragt als Lesender, etwa aus Helmut Pfisterers prallen Gedichten. Er braucht dann freilich nur ein Stichwort, um mit eigenen Storys aufzuwarten. Sein Leben ist was für ein Buch, das er denn auch längst geschrieben hat, „Lehrjahre“ der Titel. Seinen Landsmännern hat er sich schon so gründlich genähert, nämlich im Band „Die Schwaben und die Republik“, dass man ihn längst in die Reihe stellt mit anderen Aufklärern. Thaddäus Troll vorne dran. Richtig, sagt der Angesprochene. Es lohne sich immer wieder, Generation für Generation, die Schwaben neu zu zeichnen. Manch Klischee muss umgepinselt werden. So wie die Schwaben in Berlin auch nicht schlimmer seien als alle anderen Reigschmeckten.

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