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Kein Vorbild USAFriedrich will Waffenbesitzer nicht anprangern

Claudia Lepping, vom 27.12.2012 18:14 Uhr
Bundesinnenminister Friedrich Foto: dapd
Bundesinnenminister FriedrichFoto: dapd

Berlin - Das Bundesinnenministerium lehnt eine öffentliche Bekanntgabe der Namen legaler Waffenbesitzer in Deutschland ab. Nachdem in den USA in Folge des jüngsten Amoklaufs an einer Grundschule mit 27 Toten eine solche Übersicht ins Internet gestellt worden war, sagte ein Sprecher von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) unserer Zeitung: „Die Veröffentlichung der Namen von Waffenträgern würde einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bedeuten.“ Der sei nur auf einer gesetzlichen Grundlage zulässig. Diese gebe es gegenwärtig nicht, und es sei fraglich, ob ein solches Gesetz „im Hinblick auf den angestrebten Zweck verhältnismäßig – also geeignet, erforderlich und angemessen wäre“.

Sollte in den USA über eine „Prangerwirkung“ bezweckt werden, die Zahl legaler Waffenbesitzer zu reduzieren, würde eine solche Liste in Deutschland ihre Wirkung verfehlen: „In Deutschland ist der Waffenbesitz grundsätzlich verboten und nur mit Erlaubnisvorbehalt geregelt, während in den USA das Recht auf Waffenbesitz in der Verfassung geregelt ist.“ Die Bekanntgabe der Namen legaler Waffenbesitzer für Jedermann würde zudem die Waffenbesitzer und deren Familien gefährden, so der Sprecher: „Durch gezielte Wohnungseinbrüche könnten Kriminelle und Extremisten sich Waffen aus privaten Haushalten beschaffen.“

Unter dem Titel „Der Waffenbesitzer von nebenan“ hat im US-Bundesstaat New York die Zeitung „The Journal News“ eine Karte mit Namen und Adressen von 33 000 Waffenscheinbesitzern ins Internet gestellt. Die Daten hatte die Zeitung ganz legal von den örtlichen Behörden bekommen. Grundlage der Anfrage war das US-Gesetz zur Informationsfreiheit gewesen. In der Stadt Newtown hatte ein 20-Jähriger 20 Kinder, sechs Schulmitarbeiter und sich selbst getötet.

Kommentare (1)
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DEZ
28
00:07 Uhr, geschrieben von Michel1966
Wer hat nur solche irren Ideen?
Und genau das würde passieren - als Waffenbesitzer (mit samt der Familie) wäre man seines Lebens nicht mehr sicher: “ Die Bekanntgabe der Namen legaler Waffenbesitzer für Jedermann würde zudem die Waffenbesitzer und deren Familien gefährden, so der Sprecher: „Durch gezielte Wohnungseinbrüche könnten Kriminelle und Extremisten sich Waffen aus privaten Haushalten beschaffen.“ Wann lernen die Medien endlich den Unterschied zwischen Waffenschein und Waffenbesitzkarte? Das ist nur peinlich, wenn Menschen über etwas berichten, aber keine Ahnung haben. 6 Millionen gesetzestreue Bürger, die mit ihren Waffen nichts böses im Sinn haben. Und ein schwarzes Schaf das im Schnitt in 5 Jahren Amok läuft. Dieses Schaf ist unter 20 Jahre alt. Im Fall Erfurth hat die Behörde Fehler gemacht. Im Falle Winnenden hat der Vater Fehler gemacht. Hier mal ein paar Zahlen über die sich NIEMAND aufregt: Kindesmisshandlungen in Deutschland im Jahr 2011 146 fahrlässige und vorsätzliche Tötungen von Kindern (114 unter 6 Jahren) 14.696 registrierte Missbrauchsfälle (also gemeldete Fälle) nachzulesen unter: http://de.statista.com/ Verkerhrsunfälle unter Alkoholeinfluss (2011) 15.887 Alkoholunfälle mit Personenschaden 399 Tote 5.514 Schwerverletzte 14.284 Leichtverletzte Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden unter Einfluss anderer berauschender Mittel (z. B. Drogen, Rauschgift) 1.389 Gesamtzahl der vorsätzlichen Unfälle 43 Tote 548 Schwerverletzte 1.314 Leichtverletzte http://www.dvr.de/betriebe_bg/daten/unfallstatistiken143.htm Diese Zahlen sind erschreckend. Im Falle des Kindsmissbrauchs gibt es keine Meldungen in den Medien. Hier wird geschwiegen! Ebenso bei den 'Unfällen' bei denen die 'Täter' unter Drogen oder Alkohol stehen. Diese Zahlen (Toten) gibt es JEDES JAHR!! Dass ein totes Kind durch Misshandlungen die Menschen weniger berührt oder ein alkoholisierter Fahrer tolleriert wird, ist mir unverständlich.
Amoklauf Winnenden
Alle Berichte der Winnender Zeitung zum Amoklauf seit März 2009
Die gesamte Berichterstattung der Winnender Zeitung seit 2009 finden Sie hier.
 
 
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