Kernen Giftköder am Wegrand nach Fellbach?

Schechinger, 27.03.2013 00:00 Uhr
 Foto: ZVW
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Kernen-Rommelshausen. Hundehalter, die ihre Lieblinge täglich auf dem Weg zwischen St. Rambert Stadion und Fellbacher Wegspinne ausführen, haben derzeit nur ein Thema: Entlang der Strecke sollen Giftköder ausgelegt sein.

 

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde am Sonntag, 17. März, gegen 16 Uhr ein zwei Jahre alter Border Collie-Mischling beim Spaziergang im Bereich der Wegspinne in Rommelshausen „möglicherweise durch einen ausgelegten Köder vergiftet.“ Der Hund musste stationär in einer Tierarztpraxis aufgenommen werden. Nach zweitägiger Behandlung habe sich sein Zustand jedoch zusehends gebessert. Die Polizei teilte dazu gestern mit, „laut Tierarzt könnte es sich um Rattengift gehandelt haben, es konnte jedoch nichts nachgewiesen werden.“

Über einen zweiten Fall, bei dem eine Hündin wegen aktuen Brechdurchfalls medizinisch behandelt werden musste, berichtete gestern der Rommelshausener Tierarzt Michael Knietsch. Dass Rattengift ursächlich für die hochgradige Darmentzündung gewesen sein soll, schließt er aber aus. „Es war eher eine Lebensmittelvergiftung. Auch vergammeltes Fleisch kann in diese Richtung gehen.“ Die Hündin zeigte erhöhte Bauchspeichelwerte, aber die Blutgerinnung, die nach Aufnahme von Rattengift nicht mehr funktioniert, sei durchaus vorhanden gewesen. Am 18. März waren erste Anzeichen der Lebensmittelvergiftung festzustellen, tags darauf wurde das Tier medizinisch versorgt.

Hundehaltern wird von der Polizei geraten, auf dem beliebten Spazierweg ihren Hund anzuleinen und aufmerksam zu sein. Die Polizei in Kernen, ) 07151/41798, sucht Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben. Wie eine Römerin berichtet, die ihren Labrador auf dem Wirtschaftsweg gern ausführt, stehen auf zwei Baumstückla Warnschilder des Inhalts, die Halter mögen darauf achten, dass ihre Vierbeiner die Wiesen nicht mit Kot verunreinigen. Sie sollten die Hundekacke in einer Tüte forttragen und entsorgen. Am Sportplatz steht so ein Kasten mit kostenlosen Papiertüten. Der Weg sei sehr belebt, bestätigt diese Halterin. Es gebe immer wieder welche, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere liegenlassen und ungerührt weitergehen.

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