Artikel drucken Artikel kommentieren

KonjunkturSüdwest-Wirtschaft zuversichtlich für 2013

Walther Rosenberger, vom 29.12.2012 08:00 Uhr
  Foto: dpa
 Foto: dpa

Stuttgart - Dank ihrer starken Industrie-Verankerung ist die Wirtschaft in Baden-Württemberg für die kommenden Monate optimistisch gestimmt.

Im Maschinenbau, der gemessen an der Beschäftigtenzahl wichtigsten Industriesparte im Land, rechne man mit einem Umsatzzuwachs von rund vier Prozent für 2013, sagte Ulrich Hermani, Landesgeschäftsführer des Maschinenbauerverbands VDMA, unserer Zeitung. Besonders die führende Position der Betriebe bei Megathemen wie Energieeffizienz helfe auf der Jagd nach Marktanteilen, etwa in den wichtigsten Exportmärkten China und den USA.

Die starke Nachfrage aus Übersee ist es auch, die die Automobilindustrie 2013 vor Schlimmerem bewahren wird. Anders als die stark vom schwächelnden europäischen Markt abhängigen Marken Opel oder Ford profitieren die im Südwesten angesiedelten Premiumhersteller vom Exportboom. Oberklasse-Fahrzeuge – etwa von Daimler und Porsche – finden derzeit in den USA reißenden Absatz. Auch im IT-Sektor läuft es nicht zuletzt dank der globalen Aufstellung der Unternehmen rund. Umsätze und Beschäftigtenzahlen steigen, vor allem weil das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Internetanwendungen boomt.

Wo es der heimische Markt richten soll, sieht die Lage anders aus. Beim Handelsverband in Baden-Württemberg rechnet man für 2013 mit „niedrigen einstelligen Zuwächsen“ in Umsatz und Beschäftigung.

Die Energiewirtschaft sieht die Lage sogar offen kritisch. Wegen der anstehenden Bundestagswahl sei zu befürchten, dass sich die Politik nicht an wichtige Weichenstellungen zur Energiewende heranwage, sagte Matthias Wambach, Geschäftsführer des Fachverbands VfEW. Bei den Beschäftigtenzahlen deute „der Pfeil nach unten“.

Kommentare (0)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
Neues Geschäftsmodell: Mieten statt Kaufen
Da weniger Kunden bereit sind, SAP-Geschäftssoftware zu kaufen, soll sie nun häufiger zu mieten sein. Der weltweit größte Anbieter von Firmen-Software will damit seinen Umsatz noch weiter steigern.
Die Reform, die keine sein soll
Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige Regelung der Erbschaftsteuer bei der Unternehmensnachfolge gekippt, weil sie zu großzügig sei. Nun setzen sich Finanzminister Nils Schmid und Wirtschaftsvertreter dafür ein, so wenig wie möglich an den bisherigen Regeln zu ändern.
 
 
Videos
Interaktiv
  • Umfrage
Smartphone

In Las Vegas wurden auf der CES die neuesten Entwicklungen der Unterhaltungselektronik präsentiert. Welche Wearables würden Sie sich kaufen?

 
Pflaster mit eingebautem Bluetooth-Thermometer für Babys, das alle 10 Sekunden die Temperatur misst.
Smartwatch mit integriertem Puls- und Schrittmesser.
Datenbrille mit Überlagerungen von virtuellen Bildern und Realitäten.
Plastikstreifen, der den Herzschlag misst und Daten an Krankenkassen weitergibt.
Keine, mit den neuesten Entwicklungen kann ich mich nicht anfreunden.
Keine! Daten über Puls oder Herzschlag sollten nicht in die Hände von Krankenkassen gelangen.
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Meist gelesen
  • Neueste Artikel
  • Twitter
  • Facebook ZVW
  • Facebook Sportredaktion
Bundesliga-Tippspiel
Tippen Sie mit!
Tippen und gewinnen Sie bei unserem Bundesliga-Tippspiel. Hier können Sie mitspielen >>
TV Bittenfeld
Lob des Kollegen stört Schweikardt „ein bissle“
Handball, 2. Bundesliga: Hüttenberger Trainer Axel Spandau sieht im TVB den zweiten Aufsteiger in die 1. Liga.
Mit einem Sieg das kleine Tal verlassen
Seit drei Spielen ist der TVB ohne Sieg / „Solche Phasen gibt es während einer Saison“, sagt der Trainer.