Leutenbach Leutenbacher bei „Das perfekte Dinner – Wunschmenü“

Diana Nägele, 17.03.2017 18:00 Uhr
Kommende Woche stellt sich heraus, ob Dustin Schubert gut oder schlecht in der Vox-TV-Sendung abgeschnitten hat. Foto: VOX / ITV Studios
Kommende Woche stellt sich heraus, ob Dustin Schubert gut oder schlecht in der Vox-TV-Sendung abgeschnitten hat.Foto: VOX / ITV Studios

Leutenbach. Als Dustin Schubert den Text der Presseagentur liest, lacht er laut. Darin wird Mitkocher Dominique zitiert, der sagt: „Ich dachte, dass er tiefstapelt, aber mittlerweile glaube ich, dass er keine Ahnung hat!“ Der 29-jährige Leutenbacher ist Bestatter und Palliativbegleiter von Beruf und erzählt im folgenden Interview von seinen Erfahrungen in der Vox-TV-Sendung „Das perfekte Dinner – Wunschmenü“.

Video: Dustin Schubert (29) aus Leutenbach.

Dustin, du hast dich für „Das perfekte Dinner – Wunschmenü“ beworben. Kannst du überhaupt kochen?

Meine Kochkünste sind ausbaufähig, und im Endeffekt war es mehr die Abenteuerlust als die Fähigkeit zu kochen, die mich da hat starten lassen bei der Sendung.

Wie kam es dazu, dass du dich bei der Sendung beworben hast?

Ich war im letzten Jahr beim Messe-Herbst in Stuttgart. Da war der Wagen vom „Perfekten Dinner“. Die meinten: Ach, bewerbe dich doch mal bei uns. Ich bin mir bewusst, dass ich kein Meisterkoch bin. Aber sei’s drum, da wird sich sowieso keiner melden, dachte ich mir (lacht). Acht Wochen später kam der Anruf, dass man in drei Tagen vorbeikäme. Ich war mir immer noch sicher, dass ich nicht reinkomme. Na ja, das Casting habe ich dann auch noch überlebt. Dann ein erneuter Anruf: In einer Woche sei der Dreh. Ich bin unter den letzten fünf.

Was haben Freunde und Familie gesagt, als sie gehört haben, du machst bei der Sendung mit?

Die Reaktionen waren ganz unterschiedlich. Meine Familie fand das total spannend. Vor allem meine Mutter – die guckt sich das jeden Tag an. Freunde haben dagegen gemeint: Was willst du denn, du kannst ja gerade einmal die Basics, was mich aber noch mehr angespornt hat. Und andere Freunde wiederum fanden das total lustig und meinten: Gib Vollgas!

Warst du mit dem Ergebnis zufrieden, was auf dem Tisch stand?

Ich glaube, im Nachhinein hätte ich mehr daraus machen können. Mit dem Hauptgang (Menü soll erst in der Sendung verraten werden – Anm. der Redaktion) war ich zufrieden. Die Vorspeise ist mir total misslungen, aber total. Ich hatte die Aufgabe, einen speziellen Salat zu basteln mit einer speziellen Soße, wozu auch eine spezielle Frucht notwendig war. Diese Frucht gab es aber nirgends. Ich musste auf eine andere Frucht ausweichen, was die Vorspeise kaputtgemacht hat. Außerdem habe ich in der Hektik Zucker mit Entkalkerpulver verwechselt. Als ich es probiert habe, habe ich gemerkt, dass es irgendwie so säurehaltig schmeckt, was ich mir nicht erklären konnte, weil ich ja weder Limette noch Zitrone verwendet hatte. Als ich die Box dann angeschaut hatte, war es mir klar. Dann musste ich noch mal alles neu machen.

Kommt das alles in der Sendung?

Ich gehe davon aus. Mir wurde es auch kurz schwindelig und schwarz vor Augen. Es brannte den Magen runter. Die Aufnahmeleiterin fragte mich, was denn passiert sei, weil ich dagehangen bin wie so ein Stück Fleisch in der Kurve. Als ich es denen erzählt habe, haben sie sich erst mal alle kaputtgelacht. Am Ende war es mir irgendwie egal, wie sie mich bewerten. Ich war nur froh, als der Abend vorbei war.

Wie lief es bei der Nachspeise?

Ich hatte komplett vergessen, die Zutaten für die Soße zu kaufen. Die Gäste kommen so gegen 18.30 Uhr bei dir an und um Viertel nach sechs war mir klar, dass ich gar keine Soße habe für die Nachspeise, und habe angefangen, in meinen Schränken zu wühlen.

Hattest du Hilfe beim Kochen?

Wir hatten eine Schnippelhilfe. Bei mir ging auch das ziemlich schief. Es war der Nachbar. Das Problem war, dass ich freitags den Termin für das Casting am Montag erfahren hatte. Da musste die Schnippelhilfe dabei sein. Meine Freunde arbeiten alle, die konnten da nicht. Beim Kochen haben wir ständig diskutiert. Ich wollte streng nach Rezept kochen, weil das sicherer ist. Die Sendung heißt ja „Das perfekte Dinner – Wunschmenü“, das heißt, wir mussten uns also einen Leitfaden suchen. Der Nachbar wollte alles anders machen. Ich hoffe, dass das nicht so ausgestrahlt wird, aber ich werde wohl nicht drum rumkommen, weil das wahrscheinlich die lustigsten Szenen für den Rest der Welt sind.

Was war die große Herausforderung?

Die Herausforderung war, dass ich vorher nicht wusste, welches Menü ich kochen muss durch das Motto Wunschmenü. Außerdem musste ich mit der Nervosität umgehen. Ich wusste nicht, was mich erwartet: Wird das ein einfaches Menü? Kann ich das gut kochen? Oder wird es was Schwieriges, wofür ich auch kein Rezept finde? Die andere Herausforderung war, an dem Tag 16 Stunden lang Vollgas zu geben. Außerdem läuft die ganze Zeit ein zwölfköpfiges Fernsehteam in deiner Wohnung herum, schaut dir über die Schulter und stellt dir Fragen. Alles Situationen, die man so nicht kennt. Das kommt ja im Fernsehen gar nicht raus. Da sitzt man am Tisch und isst nett miteinander. Ich war eigentlich am Mittwochabend von den Drehtagen bei den anderen Teilnehmern schon platt. Dann kam der Donnerstag, an dem ich selber dran war.

Wo hast du kochen gelernt?

Ich habe eigentlich beim Bund kochen gelernt. Denn da musste man mit wenig Zutaten etwas Schmackhaftes zubereiten. Darüber hinaus war es so, dass ich nach der Bundeswehrzeit mein Abitur gemacht habe und finanziell nicht so gut dastand und gucken musste, dass ich mit wenig Zutaten etwas Vernünftiges koche. Was mir schwerfällt, ist, Speisen kunstvoll anzurichten, aber ich bin der festen Überzeugung, wenn ich etwas koche, dann schmeckt es auch sehr, sehr gut. Das war auch der Grund, warum ich mitgemacht habe.

Was isst du denn am allerliebsten?

Wenn ich ehrlich bin ... Ich habe eigentlich gar kein Lieblingsmenü. Ich esse vieles sehr gerne – vor allem deutsche Hausmannskost. Bei mir muss es nicht aufwendig zubereitet sein. Deshalb sind so Sterne-Restaurants überhaupt nichts für mich. Es sieht zwar schön aus, aber man wird davon nicht satt. Aber es ist nichts, wovon ich sage, da kann ich meine Batterien aufladen. Außerdem liebe ich Rindfleisch und das in allen Variationen. Ich finde aber auch Pfannkuchen mit Marmelade und Nutella top.

Wenn du nicht in der Küche stehst, wo trifft man dich dann an?

Ich spiele auch leidenschaftlich gerne Schach. Genauso bin ich gerne draußen an der frischen Luft oder in der Natur – gehe joggen oder einfach nur spazieren.

Dustin, ich danke dir für das Gespräch.

Keine Ursache.

Zur Sendung

„Das perfekte Dinner – Wunschmenü“ läuft von Montag bis Freitag um 19 Uhr auf Vox. Anders als sonst kochen die Kandidaten nicht ihr eigenes Menü, sondern erhalten am Morgen des Kochtags das Menü eines anderen, das sie nachkochen müssen. Dann geht es auf Zutatensuche und zum Einkauf. Am Ende des Tags bewerten die anderen die Kochkünste. Eine Serie geht über fünf Tage. An jedem Tag ist ein anderer Teilnehmer mit Kochen dran. Der, der das beste Essen gezaubert hat, gewinnt 3000 Euro.

Dustin Schubert ist in der kommenden Woche von Montag, 20. März, bis Freitag, 24. März, zu sehen. Er kocht am vierten Tag, am Donnerstag, 23. März, für die Zuschauer von 19 Uhr.

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