Lorch-Waldhausen.
Auf der B 29 hat sich kurz vor 7 Uhr auf Höhe Lorch-Waldhausen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Sattelzug und einem Hyundai ereignet. Zwei Insassen des Pkw wurden bei dem Unfall tödlich verletzt. Ein 29 Jahre alter Mitfahrer konnte gerettet werden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Ludwigsburg geflogen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um den 21-jährigen Fahrer und einen 41-jährigen Mitfahrer. Alle drei Pkw-Insassen waren in einer Gemeinde im Altkreis Schwäbisch Gmünd wohnhaft.
Der Lkw-Fahrer musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Pkw hatte auf der Pannenspur gestanden, als der 40-Tonner dem Wagen ins Heck fuhr und ihn die angrenzende Böschung hinunterschob. Der Wagen rutschte über die Gemeindeverbindungsstraße hinweg in ein angrenzendes Maisfeld. Der Pkw wurde dabei aufs Dach gedreht und anschließend von der Sattelzugmaschine vollständig begraben.

Der Sachschaden an den beiden Unfallfahrzeugen, etlichen Metern Leitplanken und Flurschaden wird derzeit auf rund 100 000 Euro geschätzt.

Zur Bergung der Insassen wurden zwei Autokräne eingesetzt. Die schweren Fahrzeuge wurden von einer Gmünder Firma gestellt und von der Polizei durch den Stau vor der Unfallstelle eskortiert. Der verunfallte Sattelzug konnte gegen 8.45 Uhr von den Kränen angehoben werden, die Feuerwehr zog den zerschmetterten Pkw unter dem Lastzug heraus. Erst jetzt konnte mit der Bergung der Insassen begonnen werden. Unmittelbar darauf gelang es den Rettungskräften, den Überlebenden zu bergen und einer intensiven Erstversorgung an der Unfallstelle zuzuführen. Das DRK hatte 16 Rettungskräfte aus dem Ostalbkreis und dem Rems-Murr-Kreis im Einsatz. Vier Notärzte kümmerten sich unter Koordination eines Organisationsleiters um die Unfallbeteiligten, konnten bei zwei Insassen aber nur noch deren Tod feststellen. Vorsorglich waren zwei Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht am Unfallort gelandet, von denen dann einer in den Einsatz kam.

Die Feuerwehren Lorch und Schwäbisch Gmünd brachten insgesamt 56 Mann in den Einsatz.

Die Umleitungsstrecke wurde durch die Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd ausgeschildert. Da einige der Fahrzeuge wegen Mäharbeiten schon im unmittelbaren Unfallstellenbereich waren, konnte das sehr schnell geschehen. Die Umleitungsstrecke bewältigte den anfallenden Verkehr recht gut, auf der Bundesstraße selbst betrug der größte Rückstau vor der Ausleitungsstelle knapp sechs Kilometer. Nach der Verletztenbergung konnte die Bundesstraße zunächst wieder einseitig geöffnet werden. Die Verkehrsstörungen für die Erstellung des Unfallgutachtens und die anschließende Lkw-Bergung nahmen noch einige Zeit in Anspruch. Mit einer Öffnung der Bundesstraße wird gegen 11.30 Uhr gerechnet.

Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens wurde durch die Staatsanwaltschaft Ellwangen ein Unfallsachverständiger beauftragt, der seine Arbeit vor Ort bereits aufgenommen hat.

Der Unfall wurde durch den Unfallaufnahmedienst Aalen aufgenommen. Von dort wurde die Sicherung der elektronischen Daten des Lkw veranlasst, die nun ausgewertet werden müssen. Zur detaillierten Spurensicherung und Einleitung der Identifizierungsmaßnahmen der Pkw-Insassen waren Kriminaltechniker aus Schwäbisch Gmünd eingesetzt.

Drei Mitglieder des Schwäbisch Gmünder Kriseninterventionsteams waren für die Überbringung der Todesnachrichten und Betreuung der Angehörigen eingesetzt.