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Öffentlich-rechtlicher RundfunkDer Rundfunkbeitrag kommt

Ramona Adolf, vom 03.01.2013 00:00 Uhr

Ab dem ersten Januar 2013 muss jeder Haushalt für ARD, ZDF und Deutschlandradio bezahlen. Fortan wird nicht mehr für die Geräte, mit denen man öffentlich-rechtlichen Rundfunk empfangen kann, sondern für eine Wohnung bezahlt, unabhängig davon ob und wie viele Geräte in einer Wohnung stehen.

Für die meisten Bürger wird sich nichts ändern, denn sie zahlen ohnehin schon den Höchstbetrag. Für die rund 600 000 Radiohörer aber, die keinen Fernseher haben, wird die Umstellung von Rundfunkgebühren zum Rundfunkbeitrag deutlich teurer. Statt der bisherigen Grundgebühr von 5,76 Euro werden von ihnen nun 17,98 Euro im Monat verlangt. Wohngemeinschaften und Berufstätige, die noch bei ihren Eltern wohnen, profitieren hingegen von der Umstellung, da der Beitrag nur noch einmal pro Wohnung entrichtet werden muss und nicht mehr von jedem Bewohner.

Der neue Rundfunkbeitrag wird für die Möglichkeit bezahlt, sich über das öffentlich-rechtliche Rundfunkangebot informieren, bilden und unterhalten lassen zu können. Es handelt sich also um ein Solidarmodell, zu dem alle finanziell beitragen. Lediglich Menschen, die bestimmte staatliche Sozialleistungen empfangen, können sich befreien lassen. Menschen mit Behinderung zahlen auf Antrag einen ermäßigten Beitrag.
 

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