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Rems-Murr-RundschauVorsicht beim Feuerwerk

ZVW, vom 28.12.2012 00:00 Uhr
 Foto: ZVW
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Waiblingen.
Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht ist eine schöne Tradition, die jedoch jedes Jahr bei vielen Menschen zu schweren Verletzungen und dauerhaften Gehörschäden führt. Sozialministerin Katrin Altpeter rief die Bevölkerung deshalb am Donnerstag zur Vorsicht bei dem Gebrauch von Böllern und Knallern auf. Ähnlich appellierte Franz Untersteller.

„Lesen Sie vor dem Abbrennen des Feuerwerks die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch und beachten Sie die Hinweise“, so Landes-Sozialministerin Katrin Altper (SPD)Insbesondere Verletzungen an den Händen und im Gesicht könnten oft vermieden werden. Altpeter warnte auch vor dauerhaften Hörschäden, die bereits ein einmaliger lauter Knall verursachen könne. „Der Geräuschpegel mancher Silvesterkracher ist mit dem Start eines Düsenflugzeugs zu vergleichen“, so die Ministerin. Insbesondere nicht zugelassene Böller seien oftmals deutlich zu laut. Altpeter rät deshalb zum Kauf von in Deutschland zugelassenen Feuerwerkskörpern, die am Zeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zu erkennen sind. Außerdem verkauft werden dürften Feuerwerkskörper mit dem europaeinheitlichen CE-Kennzeichen. „Den Ohren entgeht nichts“, sagte die Ministerin. Zwar könne sich in einem Teil der Fälle von Hörschäden das Gehör wieder erholen, aber bei anderen blieben dauerhafte Schäden wie eine Hörminderung oder chronische Ohrgeräusche bestehen. Je dichter die Explosion des Krachers am Ohr erfolge, desto schlimmer die Hörschäden. Besonders gefährdet sind Altpeter zufolge Kinder und Jugendliche, weil diese oft zu nahe an den explodierenden Knallern stünden. Die Ministerin appellierte deshalb an Erwachsene, besonders auf Kinder in ihrer Umgebung zu achten und diesen gegebenfalls hilfreich zur Seite zu stehen. Ein einfacher und wirksamer Schutz gegen Knalltraumata oder dauerhafte Hörschäden sind handelsübliche Ohrstöpsel. Experten empfehlen einen Abstand von mindestens zehn bis zwanzig Metern zu Böllern und sonstigen Silvesterkrachern.

Auch Landes-Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat zum vorsichtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern aufgerufen und den Kauf zugelassener Raketen und Knaller angemahnt. Der Grünen-Politiker sagte: „Nur Böller und Raketen, die die BAM-Zulassung haben oder ein CE-Zeichen tragen, sind bei korrekter Bedienung auch sicher.“ Die Einhaltung der Gebrauchsanleitung diene der persönlichen Sicherheit und der Sicherheit umstehender Personen, erklärte der Minister weiter. Auf gar keinen Fall gehörten Feuerwerkskörper in die Hände von Kindern. „Eltern sollten dafür Sorge tragen, dass Kinder unter zwölf Jahren überhaupt nicht an Feuerwerkskörper gelangen können.“

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