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Waiblingen-Hegnach. Wirklich gerne geht wohl keiner ins Pflegeheim. Wenn aber doch ein alter Mensch sein Zuhause aufgeben muss, weil er sich selbst nicht mehr versorgen kann und die Angehörigen die Betreuung nicht leisten können, dann will er wenigstens in der Nähe seiner Familie und Bekannten bleiben. So gesehen kann’s keinen besseren Ort für ein Pflegeheim geben als den des Seniorenzentrums in Hegnach.
Das neueste Haus des Trägers Alexanderstifts wurde gestern in den Haldenäckern feierlich eingeweiht. Die bei solchen Anlässen oft diskutierte Frage, ob sich die Einrichtung mit Mitarbeitern und Bewohnern bald in die Ortschaft integriert, stelle sich in Hegnach nicht, sagte Alexanderstift-Geschäftsführer Helmut Reder. Denn das Seniorenzentrum wird seiner Überzeugung ganz automatisch ein Teil der Ortschaft werden, dem könne und wolle sich niemand im Haus entziehen. Im Ort lebende Angehörigen haben kurze Wege dorthin, die Bewohner genießen beste Vorausssetzungen, Besuch zu empfangen und, so gut es eben geht, am Leben teilzuhaben. Große Fenster öffnen sich von den Gemeinschaftsräumen in Richtung und Ortsmitte und für die Bewohner der oberen Etagen zum Remstal.
Geschützter Garten und Gemeinschaftsräume
In allen drei Ebenen des eigentlichen Pflegeheims gibt es Gemeinschaftsräume und -küchen, um das soziale Leben zu fördern. Die mit handläufen versehenen Gänge führen jeweils rund ums Stockwerke, was dem Bewegungs- und Sicherheitsbedürfnis demenzkranker Menschen entgegenkommt. Speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist außerdem ein halbes Dutzend Wohnheinheiten im „Gartengeschoss“. Durch die Hanglage haben die Bewohner Zugang in den geschützen Garten, aber nicht unmittelbar auf die Straße.
Auf unbekanntem Terrain bewegt sich der Träger bei dem vorgesehenen Platz für Nachtpflege. Ein neues Angebot, das nicht nur Hegnachern offen steht. Pflegebedürftige Menschen können, so die Hoffnung, länger daheim wohnen, wenn dadurch eine Möglichkeit geschaffen ist, Angehörige nachts zu entlasten.
Außer den Kleeblatt-Häusern im Raum Ludwisburg verfolge kein Träger ein so innovatives Konzept wie das Alexanderstift, meint Markus Nikolaus, der geschäftsführende Vorstand der Diakonie. Und OB Andreas Hesky sieht Hegnach infrastrukturell nun bestens versorgt, zumal zum „städtischem Gepräge“ künftig eine Kirche, ein Rathaus, eine Bank und ein Seniorenzentrum gehörten.
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Träger und Leitung des neuen Hauses
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