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Rems-Murr-Sport Superstimmung: Der Sportlerball

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Schorndorf. Der Kletterer Kim Marschner hat bei der Wahl zum Schorndorfer Sportler des Jahres zum zweiten Mal nach 2014 das oberste Siegestreppchen erklommen. Für die Wahl dankte er von einem Kletterfelsen in Amerika, wo er sich zur Zeit zum Klettern und Bouldern aufhält. Persönlich zu ihren ersten Plätzen bei der Sportlerwahl gratulieren lassen konnten sich die Leichtathletin Sara von Mallinckroth und die Ringer des ASV Schorndorf.
 

So knapp wie bei der diesjährigen Junge-Damen-Konkurrenz ging’s in den vergangenen neun Jahren noch nie zu bei einer Sportler-des-Jahres-Wahl: Sara von Mallinckroth hatte am Schluss gerade mal neun Stimmen Vorsprung vor der Zweitplatzierten – und das bei jeweils rund 1300 Stimmen, die auf sie und ihre härteste Konkurrentin entfallen waren. Ob das die Turnerin Ann-Kathrin Mohr oder die Dressurreiterin Sandra Degele war, wird an dieser Stelle nicht verraten. Weil es bei der Sportlerwahl wie in all den Jahren zuvor eine(n) Erste(n) und zwei Zweite gibt und weil sich ohnehin alle sechs Einzelsportler und alle drei Mannschaften, die für die Sportlerwahl nominiert waren, als Sieger fühlen dürfen. Und als solche auch vom Publikum in der Barbara-Künkelin-Halle gefeiert wurden.

ASV: Nachmittags verloren und abends gewonnen

Das gilt nicht zuletzt für die Damen von der Herzsportgruppe, die im Mannschaftswettbewerb als krasse Außenseiterinnen ins Rennen gegangen sind und sich mehr als achtbar geschlagen haben, auch wenn es zum Sieg nicht gereicht hat. Zur Mannschaft des Jahres gewählt wurden die Ringer des ASV Schorndorf, die sich mit diesem Erfolg darüber hinwegtrösten durften, dass sie am Nachmittag ihren Heimkampf gegen Weilimdorf knapp verloren hatten. Und die sich, wie Vorjahreseinzelsieger Jello Krahmer sagte, wünschen würden, dass sich der Zuspruch, den sie bei der Sportlerwahl in diesem und im letzten Jahr bekommen haben, auch mal an einer höheren Besucherzahl bei den Heimkämpfen in der Grauhalde bemerkbar macht. Rein zahlenmäßig die Sieger bei dieser Sportlerwahl waren die Fußballer des TSV Schornbach, die wesentlich dazu beitrugen, dass der diesjährige Sportlerball so gut wie ausverkauft war. Und so wie die Fußballer aus Schornbach haben es auch der Badmintonspieler Alan Erben und der Racketlon-Weltklasseathlet Joachim Gersdorf mit Fassung getragen, dass sie sich hinter Kim Marschner einreihen mussten bei einer Publikumswahl, bei der insgesamt fast 9000 Stimmen abgegeben wurden und die nun einmal ihre eigenen Gesetze hat.

Ehrungen und Preisverleihungen – ob es nun die Sportler-des-Jahres-Wahl, die Kapphan-Preisverleihung oder eine mit 500 Euro dotierte und von der stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden Silke Olbrich vorgenommen Auszeichnung für die von Heiko Paule initiierten und durchgeführten Kooperationen mit Schulen und Kindergärten sind – sind der eine Schwerpunkt des Sportlerballs, der in diesem Jahr zum 14. Mal stattgefunden hat und der in den ersten Jahren, bevor auf Wunsch der Stadt die Wahl der Sportler des Jahres ins Programm aufgenommen wurde, eine reine SG-Veranstaltung war. Der andere Schwerpunkt ist ein beschwingter Sport- und Unterhaltungsteil, diesmal bestritten von den Einrad-Freestyle-Mädels des TSV Miedelsbach, der Swing-Formation des Tanz- und Gesellschaftsclubs Schorndorf und – zum wiederholten Male – von der Premium-Style-Music-Band, die es auch in diesem Jahr wieder schaffte, viele Tanzwütige auf die Fläche zu bringen, auf die der Erste Bürgermeister Edgar Hemmerich kurz zuvor noch alle im Saal anwesenden Trainer und Mannschaftsbetreuer gebeten hatte, um außer den Leistungen der Sportlerinnen und Sportler auch einmal diejenigen zu würdigen, die an diesen Erfolgen einen maßgeblichen Anteil haben.

Talk mit Kappel

Es gab diesmal beim Sportlerball noch einen größeren Star als die Sieger bei der Wahl der Sportler des Jahres: den Welzheimer Paralympics-Sieger im Kugelstoßen, Nico Kappel, nämlich, der vom Publikum mit stehenden Ovationen begrüßt wurde und außer guter Laune auch seine Goldmedaille mitgebracht hatte.

Er sei froh gewesen, wieder daheim zu sein, weil er seiner Freundin wieder habe helfen können, auf die Wohnung aufzupassen und die Blumen zu gießen, sagt ein bestens gelaunter Nico Kappel auf die Frage von SWR-Moderator Jürgen Klotz, ob und wie sich sein Leben durch den Paralympics-Sieg verändert habe. Anders gesagt: „Es ist zwar gerade viel los, aber so richtig verändert hat sich’s noch nicht.“ Außer vielleicht, so Kappel lachend, dass er mittlerweile so bekannt sei, dass er sich in der Öffentlichkeit „ganz schön zusammenreißen“ müsse.

Übrigens: Unter den vielen, vielen Glückwünschen nach dem Erfolg in Brasilien war keiner von der Bundeskanzlerin.

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