Schorndorf Serie „Marktleut’“: Bäuerin aus Berufung

Barbara Pienek, 17.02.2017 00:00 Uhr
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Klein, aber fein: Am grün-weißen Tuch ist der Stand der Köshöferin auf dem Oberen Marktplatz leicht zu erkennen. Foto: Habermann / ZVW
Klein, aber fein: Am grün-weißen Tuch ist der Stand der Köshöferin auf dem Oberen Marktplatz leicht zu erkennen.Foto: Habermann / ZVW

Schorndorf/Welzheim. Am Köshof-Stand gibt es Holzofenbrot und selbst gebackenen Hefezopf, Gsälz, Schnaps, Speck, das graue Wunder Leberwurst und was Sabine Römer-Czerny und Klaus Czerny sonst noch auf ihrem Bioweidebetrieb herstellen. Und unterhalb von Breitenfürst, mitten im Schwäbischen Wald, ist die Welt noch in Ordnung: Hier dürfen Schweine Fußball spielen, Kühe Äpfel naschen und sich die Hühner vom Hofhund ins Bett bringen lassen.

Video: Sabine Römer-Czerny stellt ihren Hof vor.

Wirtschaftlich ist er nicht, der Köshof, aber schön: Nichts als Wald und Wiesen drumherum, ruhige Weite, keine zwanzig Autominuten von Schorndorf entfernt – und in den Ställen Tiere, die mit Liebe, Respekt und Achtung behandelt werden. Und so haben die Kühe nicht nur ausgefallene Namen – Romy Schneider, James Wondy, Salome und Alice sind auch mehr als Fleischlieferantinnen, sie haben auf dem Köshof Mitarbeiterstatus. Morgens, wenn sie in den Stall geht, begrüßt Sabine Römer-Czerny ihre 20 Rinder mit einem freundlichen „Guten Morgen!“ – und kriegt ein geschäftiges Muhen als Antwort. Zur Motivationssteigerung gibt’s immer wieder Äpfel zum Naschen.

Auf dem Köshof gilt auch der Mutterschutz: Kühe und Kälber können sich nach der Geburt drei Wochen lang in eine der Buchten zurückziehen. Und die Mitarbeiterinnen dürfen auf dem Köshof alt werden: Pünktchen, die älteste Kuhdame, ist 1999 geboren und hat mit Felix erst im Januar ihr 16. Kalb geboren. Annabel, die Gute, ist an einem Herzinfarkt gestorben. Doch geschlachtet wird auf dem Köshof trotzdem, auch wenn es den Bauern schwerfällt, sich von den Tieren zu trennen: „Wir geben ja immer ein Stück vom Hof her.“

Einen ausführlichen Bericht über den Köshof lesen Sie in unserer Freitagsausgabe und im ePaper.

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Kommentare (1)
Born 1970 • vor 4 Tagen
Schön das es solche Betriebe noch gibt danke für diesen Bericht! Ich denke Ich werde an diesem Stand auch mal einkaufen!
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