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Schorndorf und Umgebung„Dr Hemmel wartet net“

ZVW, vom 26.03.2011 01:05 Uhr
Mit ihrem neuen Stück „Dr Hemmel wartet net“ unterwegs zwischen Himmel und Erde. Die trauernde Tochter (Tanja Wörner, in Schwarz) merkt nicht, dass ihr im Bett verstorbener Vater (Rolf Ottenbacher im Schlafanzug) hinter ihr steht, und dieser begreift nicht, dass diese ihn nicht mehr hört. Die Engel (Martina Schmied, Friedbert Disch) wiederum haben (fast) alles im Griff. Bild: Schlegel Foto: ZVW
Mit ihrem neuen Stück „Dr Hemmel wartet net“ unterwegs zwischen Himmel und Erde. Die trauernde Tochter (Tanja Wörner, in Schwarz) merkt nicht, dass ihr im Bett verstorbener Vater (Rolf Ottenbacher im Schlafanzug) hinter ihr steht, und dieser begreift nicht, dass diese ihn nicht mehr hört. Die Engel (Martina Schmied, Friedbert Disch) wiederum haben (fast) alles im Griff. Bild: SchlegelFoto: ZVW

Heute Premiere am Kitzbüheler Platz in Plüderhausen bei der ebenso schwäbischen wie transzendentalen Komödie

Plüderhausen (mpf). „Bodo Kälber probt mit uns so, dass nichts mehr schiefgehen kann“, hieß es am Donnerstag bei der Probe im Plüderhäuser Theaterbrettle. Und falls es heute bei der Premiere von „Dr Hemmel wartet net“ doch mal mit dem Teufel zugehen sollte, dann haben die Mimen des Theaterbrettles immer noch himmlische Helfer auf der Bühne . . .

Auf der heuer 25 Jahre alten Brettlesbühne, deren Regisseur Bodo Kälber ein gutes Jahrzehnt an Bord ist, wird es also mal wieder knarzen – wenn sich die Welt der Geister, Engel und Verblichenen erschließt, die sich mit Humor leichter deuten und ertragen lässt. Das Opus, im bayrischen Feilnbach geschrieben und ins Schwäbische transponiert, führt das Publikum ins Reich von Seancen und Szenen, in denen himmlische und irdische Kräfte sich kräftig missverstehen. Scheinheiligkeiten – es gibt auch ernste Momente – scheinen gnadenlos auf, nachdem der Tod auch den Schreinermeister Bömmel im Bett ereilt hat.

Zum Stück kam Ottenbacher durch einen göttlichen Zufall

Zuvor hatte schon Polizist Stelzle an die Himmelspforte geklopft. Nach dem Einlass langweilt er sich im Wartezimmer. Ehe er ins Paradies darf, winkt noch eine allerletzte Pflicht: den Bömmel aus dem Kreise seiner teils geschockten, teils aufs Geld schielenden Familie zu holen. Kein leichter Job für den bleichen Ordnungshüter. Er muss sogar ein Verbrechen verhindern.

Nach den beiden auch musikalisch akzentuierten Stücken „Koina so wie Du“ und „Die Unnahbaren“, nach wie vor im Programm, gibt’s auf der Brettlesbühne also wieder ein reines Mundartstück. Wobei der Kontakt mit den Stückeschreibern durch göttlichen Zufall zustande kam, bei einem Klinikbesuch Rolf Ottenbachers respektive einem Plausch mit einem Masseur, der den Rücken des Plüderhäusers durchknetete. „Theaterleut’ erkenned sich gleich“, erinnert sich das „Oberbrettle“, und so konnte man sich rasch eine Zusammenarbeit vorstellen, hat das Stück bestellt, das die Bayern, die heute zur Premiere kommen, bei sich in eigener Fassung aufführen. Die Entscheidung für die Komödie, bei dem in Plüderhausen neun Brettles-Mimen aktiv werden, war keine schwere Geburt. „Die Leut’ wollad lacha, ond des derfed se bei ons“, schildert Ottenbacher das Erfolgsgeheimnis der Theatertruppe, die ehedem mit Trolls Entaklemmer die Erfolgsspur betrat und seither als Mundartbühne mit üblichen Deckele & Döpfle geizt und nicht mit Obszönitäten versucht, das Publikum zu gewinnen. „Mir send fascht puritanisch“, umschreibt Ottenbacher das Humorverständnis, das auf pfiffige Pointen setzt.

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