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Schorndorf und UmgebungParkour ist unters Vereinsdach gesprungen

ZVW, vom 23.09.2011 17:31 Uhr
Rauf auf die Mauer und weiter zur nächsten: Traceure in Aktion, beobachtet von ihrem Trainer Sascha Protz (im Hintergrund, leicht gebückt). Foto: ZVW
Rauf auf die Mauer und weiter zur nächsten: Traceure in Aktion, beobachtet von ihrem Trainer Sascha Protz (im Hintergrund, leicht gebückt).Foto: ZVW

Auf dem Remshaldener „Spot“ läuft das Training der noch relativ jungen Sportart als Kursangebot der SV-Turnabteilung

Remshalden. Die Trendsportart Parkour hat in Remshalden nicht nur einen sogenannten Spot – einen mit Absätzen, Mauern und Geländern bestückten Übungsplatz –, sondern ist neuerdings auch Teil des organisierten Sports in der Gemeinde. Parkour, der Sport, bei dem eine mit Hindernissen gespickte Strecke mit kühnen Sprüngen und anderen, tempounterstützten Techniken auf effizientestem Weg zurückgelegt wird, ist ein intensiv genutztes Kursangebot der Turnabteilung in der SV Remshalden.

Wer es schafft, das Tempo aus schnellem Anlauf ohne Hilfsmittel in geschmeidige Aufwärtsbewegung umzulenken, kann ohne große Mühe eine Mauer oder eine ähnliche Barriere überwinden. In einfacher Form mit einer stinknormalen, vom Turnen her bekannten Flanke. In etwas schwierigerer Ausübung mit leichtathletischem Hürdenlauf oder Hochsprung zum Beispiel. Vom Begriff – Parcours – und der Aufgabenstellung her kommt auch der Reitsport ins Spiel, wobei da freilich Pferde die muskuläre Arbeit beim Überwinden von Oxern, Mauern, Tripelbarren leisten.

Parkour-Sportler, auch Traceure, Spurenleger, genannt, eifern dem Franzosen David Belle nach, dem Gründer dieser Sportart, und suchen sich ihre Trainingsplätze meist in urbaner Umgebung. Die Mäuerleslandschaft hinter der Wilhelm-Enßle-Halle ist schon länger als Spot entdeckt und genutzt, so Sascha Protz zur Geschichte des Platzes, der jetzt unter Mithilfe der Gemeinde und einiger Parkour-Sportler zu einem Übungsplatz der SV Remshalden umgestaltet worden ist. Büsche wurden entfernt, Holzschnitzel in Bereichen ausgestreut, in denen Traceure nach Sprüngen von oder über Mauern landen.

Sascha Protz trainiert die 15- bis 19-jährigen Springinsfelde und weiß, wer maßgeblich hinter der von Bürgermeister Norbert Zeidler, dem Technischen Beigeordneten Reinhard Molt und dem Bauhof unterstützten Wegebnung steckt: Heike Mühleisen, Übungsleiterin in der Turnabteilung der SV Remshalden. Sie hat als solche unter anderem mit acht- bis zehnjährigen Buben zu tun und weiß, dass es Anreize braucht, „damit uns die nicht verloren gehen“. Heike Mühleisen hat deshalb mit der Parkour-AG in der Ernst-Heinkel-Realschule Kontakt aufgenommen und ist über diesen Kontakt auf den 30-jährigen Remshaldener Sascha Protz gestoßen. Der besitzt bereits mehrjährige Erfahrung in Parkour und hat eingewilligt: einmal wöchentlich, donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr, leitet er das als Kurs der Turnabteilung angelegte Parkour-Training auf dem Gelände hinter der Enßle-Halle.

Supernett und eingeschworen: Die Truppe der Remshaldener Traceure

Rund 20 junge Sportlerinnen und Sportler hat er dort regelmäßig um sich. Eine „eingeschworene Gemeinschaft“ wie er sagt, „aber offen“. Protz: „Wir freuen uns über jeden, der dazukommt.“ Heike Mühleisen ist begeistert von der „supernetten Gruppe“, deren Mitglieder auch außerhalb des Trainings eifrig am Üben sind, bevor es im Winter in die Halle geht. „Der Kurs läuft nonstop durch“, so der mit Geld aus den Kursgebühren honorierte Vorturner Protz, dessen Truppe überwiegend aus Remshaldenern besteht, aber auch Mitglieder aus Weinstadt und Winterbach aufweist. Im Januar soll eine zweite Gruppe eröffnet werden, geht Protz von einer weiteren rasanten Entwicklung aus.

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