Donnerstag, 17. Mai 2012
 
 
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Schwimmen Die Aufsteiger im Wasser

Mathias Schwardt, vom 18.01.2012 12:41 Uhr
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Die Erfolge der Waiblinger sprechen sich herum: Lars Mödinger etwa wechselte im vergangenen Jahr vom SV Weinstadt zum VfL. Foto: ZVW
Die Erfolge der Waiblinger sprechen sich herum: Lars Mödinger etwa wechselte im vergangenen Jahr vom SV Weinstadt zum VfL. Foto: ZVW

Der VfL Waiblingen hat sich zur Nummer eins unter den Schwimmvereinen in Württemberg gemausert. Der Erfolg ist vor allem mit einem Namen verbunden: Anto Kopic. Seit er 2007 als Cheftrainer und Sportlicher Leiter zum VfL kam, geht es stetig bergauf. In diesem Jahr wird der Club mit fünf Teams am Deutschen Mannschaftswettbewerb teilnehmen. Anvisiert sind vier Aufstiege.

„Ich hab’ nie gedacht, dass wir so weit kommen“, sagt Kopic. Der 31-Jährige ist zwar selbstbewusst, aber nicht arrogant. Einzelkämpfermentalität ist ihm fremd. Dafür ist er zu sehr ein Vertreter der modernen Trainergeneration. Ohne gutes Team, personelle Kontinuität und Kommunikationsfähigkeit beim Umgang mit den Sportlern seien solche Erfolge nicht möglich, sagt er.

Zum VfL kam der lizenzierte, hauptamtliche A-Trainer, weil der Club den Schwerpunkt auf den Leistungssport gesetzt hatte und sportlich weiterkommen wollte. Richtig rosig sah’s im Jahr 2007 nicht aus. „Die Schwimmabteilung hatte 170 Mitglieder, mehr passive als aktive. Es gab nicht mal 15 Wettkampfschwimmer und nur drei auf württembergischer Ebene. An Mannschaftswettkämpfe war nicht zu denken.“

Kopic und seine Mitstreiter begannen, „leistungslimitierende Faktoren“ aus dem Weg zu räumen. Es gab wöchentlich nur fünf Trainingsmöglichkeiten für die VfL-Schwimmer, inklusive Kopic standen vier Trainer zur Verfügung. Heute sind es zehn Trainingsmöglichkeiten und acht lizenzierte Trainer. „Wir haben nun 300 Mitglieder, mehr aktive als passive.“ Aus 14 Wettkampfschwimmern sind knapp 80 geworden, aufgeteilt in die Leistungsgruppen 1a, 1b und 2. Zudem gibt’s sage und schreibe fünf Nachwuchsgruppen. „Mittlerweile haben wir so viele Schwimmer im Weltcup wie früher auf württembergischer Ebene.“

VfL Waiblingen stellt bestes Nachwuchsteam in Württemberg

 Noch ein Punkt ist Kopic sehr wichtig: die Nachwuchsarbeit. Die vielen Schwimmkurse sind für den VfL nicht nur finanziell lukrativ. Der Club zieht sich so Talente für die Nachwuchsgruppen heran. Nicht umsonst stellt er die beste Nachwuchsmannschaft in Württemberg.

Entscheidend sei der richtige Umgang mit den Sportlern, so Anto Kopic. „Heute ist ein anderer Trainertyp gefragt. Ich muss sehen, dass ich mit den Kindern richtig umgehe und sie nicht als biologisches Material abstemple. Man muss sehen, was Kinder und Jugendliche heutzutage leisten.“ Schule plus siebenmal Training pro Woche seien ein hartes Programm, überall sei der Leistungsanspruch hoch.

Die gute Arbeit der Waiblinger hat sich in der relativ kleinen Schwimmszene herumgesprochen. Der Zulauf von außen sei groß, Sportler kämen freiwillig zum VfL. „Abwerben ist im Schwimmen verpönt. Lars Mödinger zum Beispiel kam vom SV Weinstadt zu uns, nicht wir zu ihm.“

Auch zwei deutsche Topschwimmerinnen hat der VfL angelockt. Katharina Schiller, Kopics Lebensgefährtin, ist Ende November 2011 Deutsche Kurzbahnmeisterin über 200 Meter Lagen und Vizemeisterin über 100 Meter Lagen geworden. Daniela Götz sicherte sich Bronze über 50 Meter Freistil. Beide wollen sich für die Olympischen Spiele in London qualifizieren. „Sie sind derzeit im Fahrplan“, sagt Kopic.

Der VfL Waiblingen möchte in diesem Jahr auch im Deutschen Mannschaftswettbewerb (DMS) angreifen. Gleich fünf Teams, darunter drei neue, bietet der Verein auf. Vier haben sich den Aufstieg zum Ziel gesetzt.

Kommentare (1)
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JAN
20
17:20 Uhr, geschrieben von jhpwi
Die Aufsteiger im Wasser
Ich gartuliere den VfL Schwimmern für die guten Leistungen die sie im Laufe des Jahres gebrachr haben. Viel Training, viel Verzicht und auch das Umfeld muss stimmen. Ich weiß ,wie schwer das ist, ich war von 1972 bis 1997 Technischer Leiter der Schwimmer im VfL. Was ganz wichtig ist, wie verkaufe ich mich in der Presse. Die war zu meiner Zeit äußertst schwierig. Die WKZ, insbesonders der damalige Sportredakteur hatte andere Interessen, Schwimmen gehörte nicht dazu.
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