Schwimmen VfL Waiblingen will Ex-Trainer nichts zahlen

Mathias Schwardt, 21.12.2012 00:00 Uhr
Symbolbild. Foto: Schrade / ZVW
Symbolbild.Foto: Schrade / ZVW

Waiblingen.

Um die Kündigung des ehemaligen Sportlichen Leiters und Cheftrainers der Schwimmer des VfL Waiblingen durch den Hauptverein ist es gestern beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht in Waiblingen gegangen. Der Club und sein Anwalt lehnten das Vergleichsangebot von Richterin Margot Weber ab. Sie hatte eine Ausgleichszahlung des Vereins an den Kläger in Höhe von 15 000 Euro vorgeschlagen.

Dafür sollte das Vertragsverhältnis einvernehmlich zum Kündigungstermin beendet werden. Der VfL hatte dem Sportlichen Leiter, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, wegen des Verdachts der Untreue am 15. Oktober 2012 zum Monatsende gekündigt. Daraufhin klagte der Geschasste auf Wiedereinstellung als Cheftrainer. Die Kündigungsfrist habe laut Vertrag sechs Monate betragen. Monatlich erhielt der Sportliche Leiter vom Verein im Schnitt knapp 2140 Euro. Beschäftigt gewesen war der Coach seit Mitte April 2007.

Die Gegenseite argumentiert nun, der Sportliche Leiter habe beim VfL keine Arbeitnehmerstellung gehabt, sondern sei als Selbstständiger freier Mitarbeiter des Clubs gewesen. Ulrich von Buch, der Anwalt des VfL, verweist auf einen Rentenversicherungsbescheid vom Februar 2011. In dem war bescheinigt worden, der Coach sei nicht „abhängig beschäftigt“. Die mit einer Frist von zwei Wochen ausgesprochene Kündigung sei somit rechtmäßig gewesen, so die Auffassung des Anwalts sowie des VfL-Schatzmeisters und stellvertretenden Vorsitzenden Marco Weigel. Zudem spiele der Grund für die Entscheidung des Vereins eine maßgebliche Rolle. Wenn es keine Tätigkeit als Arbeitnehmer war, so sei es definitiv ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis gewesen, kontert der Anwalt des Klägers, Dirk Kuhn. Denn der Trainer sei von nur einem Auftraggeber, dem VfL, abhängig gewesen. In diesem Fall müsse der Verein Rentenversicherungsbeiträge nachzahlen.

Nach dem Scheitern der Güteverhandlung wird nun ein Kammertermin vor dem Arbeitsgericht festgelegt. Dieser soll in einigen Monaten stattfinden.

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