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1144 lautet die magische Zahl, die ein Kandidat erreichen muss, um die Nominierung der Republikaner zu sichern. Das ist die nüchterne Realität. Alles andere gehört zur Kategorie “Spin”. Nach den ersten fünf Vorwahlen verteilen sich die Delegierten wie folgt:
Romney 81
Gingrich 27
Santorum 15
Paul 6
Huntsman 2
D.h. es verbleiben noch 2146 Delegierte, über deren Verteilung die Republikaner noch entscheiden müssen. Die ausstehenden Caucuses und Primaries im Februar haben weniger Bedeutung für Buchhalter als für die Spinmeister. Selbst wenn Romney in Colorado, Maine, Minnesota und Michigan wie vor vier Jahren gewinnt, ist er nirgendwo nahe an einer Mehrheit. Zumal die Stimmen dort erstmals proportional vergeben werden.
Am Super-Dienstag (6.3.) sieht das ein wenig anders aus. Dann wird in zehn Staaten gleichzeitig gewählt, die zusammen 820 Delegierte vergeben. Das wären 72 Prozent der nötigen Delegierten für die Krönung beim Wahlparteitag in Tampa.
Frühestens nach diesem Wahltag lässt sich eine Prognose abgeben, ob es für Romney einen klaren Pfad zu einer Mehrheit von 1144 Stimmen gibt. Denn anders als im Februar sind dann mit Georgia und Tennessee auch Südstaaten mit von der Partie, wo Newt Gingrich seine Basis hat.
Der Wutbürger-Kandidat gründet seine Hoffnungen auf ein Starkes Comeback hier. Falls Newts Rechnung aufgeht, kann er im März auf weitere konservative Staaten wie Alabama (47), Mississippi (37), Missouri (52) und Louisiana (43) hoffen. “Wir glauben, dass wir nach Texas (3.4.) mit unserer Delegiertenzahl sehr wettbewerbsfähig sind”, erläuterte Gingrich seine weitere Strategie nach der Schlappe von Nevada.
Wenn Romney es mit seiner gut geölten Wahlkampfmaschine schafft, dem ehemaligen Speaker am Super-Dienstag einen Strich durch die Rechnung zu machen, dürfte es für Newt schwierig werden, sich als “konservative” Alternative anzupreisen.
Solange er zusammen mit Ron Paul und Rick Santorum im Rennen bleibt, können sie Favorit Romney gemeinsam eine Mehrheit in Tampa verweigern. Paul macht keinerlei Anstalten, seine “Freiheits-Revolution” zu stoppen. Er hat Anhänger, die ihm wie einem Guru folgen und je nach Bundesstaat zehn bis 20 Prozent der Stimmen holen können. Santorum stützt sich auf ein ähnlich stabiles Netz an Unterstützern aus den Reihen der christlichen Fundamentalisten, die ihm um die zehn Prozent der Stimmen eintragen.
Wenn es dumm für ihn läuft, wird Romney zwar der klare Sieger im dem Viererfeld sein, aber nicht auf die magische Zahl 1144 kommen. In diesem Fall droht der GOP ein wilder Parteitag in Tampa mit unverhersagbarem Ausgang. Inklusive der Möglichkeit, das der Ruf nach einem republikanischen Erlöser laut wird. In den Sinn kommen Jeb Bush oder Chris Christie.
Romneys Spinmeister wollen von alldem nichts wissen. Sie versuchen die vor Ihnen liegende Siegerstrecke zu nutzen, den Eindruck der Unschlagbarkeit zu erzeugen und den Druck auf die Konkurrenten zu erhöhen, aus dem Rennen auszuscheiden. “Er erwartet im kommenden Monat zu gewinnen,” meint Andrea Saul vom Team Romney. “Das dürfte schwierig sein nach einer Reihe an Niederlagen. Sie gewinnen nicht, indem sie verlieren.”
Das Problem für Romney ist genauso einleuchtend. Er gewinnt nicht, wenn er nicht auf 1144 Delegierte kommt.
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