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Tarif IG Metall im Südwesten will 6,5 Prozent mehr Geld

Petra Otte, vom 25.01.2012 18:53 Uhr
  Foto: dapd
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Stuttgart - Die Metaller im Land empfehlen dem Vorstand der Gewerkschaft, mit einer Lohnforderung von bis zu 6,5 Prozent in die Tarifrunde zu ziehen. „In den kommenden Wochen wird es vergoldete Bilanzen und reihenweise Rekordergebnisse zu melden ­geben. Die Beschäftigten fordern lediglich ihren fairen Anteil an dem, was durch ihre Arbeit erwirtschaftet wurde“, sagte IG-Metall-Landeschef Jörg Hofmann nach einer Sitzung mit Vertretern aus Betrieben im ganzen Land. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall lehnte die Empfehlung als „wirtschaftlich nicht begründbar“ ab. Die Unternehmer stört insbesondere, dass die IG Metall für 2011 einen Nachschlag fordert.

Die Forderung hat bundesweit Signalwirkung: In Baden-Württemberg arbeitet mit rund 750 000 Beschäftigten ein Fünftel der gesamten Metall- und Elektroindustrie in Deutschland. Der aktuelle Tarifvertrag für die Branche läuft Ende März aus, die neue Forderung erhebt die IG Metall für zwölf Monate. Knapp vier der bis zu 6,5 Prozent mehr Lohn sieht die Gewerkschaft in gesamtwirtschaftlichen Zuwächsen bei Produktivität und Teuerung in 2011 und 2012 begründet, ein weiteres Prozent sattelt sie für ein erwartetes Wachstum Anfang 2013 auf. Zudem fordern die Metaller einen Aufschlag für die besonders gute Ertragslage der Metallbranche.

Übernahmegarantie für Lehrlinge

Neben höheren Löhnen will Hofmann eine Übernahmegarantie für Lehrlinge sowie mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern erreichen, auch dagegen sträubt sich Südwestmetall bisher. Beides schränke notwendige Handlungsspielräume der Betriebe ein, „eine Verpflichtung zur unbefristeten Übernahme wäre ein Ausbildungskiller“, erklärte Südwestmetall-Chef Rainer Dulger. Für Hofmann sind diese Themen genauso wichtig wie mehr Geld, einen Tarif­abschluss ohne Einigung in allen Punkten „wird es nicht geben“, kündigte er an. Dafür ist die IG Metall auch bereit zu streiten: „Wir möchten nicht überziehen, aber abkaufen lassen wir uns auch nichts“, sagte Hofmann.

Am 7. Februar diskutiert der IG-Metall-Vorstand über die Forderungshöhe, am 24. Februar steht die konkrete Zahl fest.

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