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Tübingen Missbrauchs-Prozess: Angeklagter bot Sex mit Jungen im Chat an

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Missbrauchs-Prozess: Angeklagter bot Sex mit Jungen im Chat an. Photo: Sebastian Kahnert/Archiv Foto: Sebastian Kahnert Foto: dpa

Tübingen.
Der Angeklagte im Tübinger Missbrauchs-Prozess hat eine Vielzahl an Internetplattformen für den Austausch kinder- und jugendpornographischer Bilder genutzt und dort auch einen 14-jährigen Jungen zum Sex angeboten. Ein Ermittlungsbeamter gab am Dienstag bei seiner Aussage am Landgericht Tübingen Einblick in das Vorgehen des 23-jährigen Angeklagten. Dem Mann wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen vorgeworfen. Insgesamt werden ihm 90 Taten ab März 2014 zur Last gelegt, darunter viele Fälle des Besitzes oder Handels mit kinder- und jugndpornographischen Bildern.

Allein über einen von mehreren genutzen Messenger-Diensten hat er nach Angaben des Ermittlers mit mindestens 30 Chatpartnern Bild- sowie Videomaterial getauscht. Dort soll er auch einen 14-jährigen für 250 Euro zum Geschlechtsverkehr angeboten haben, wie der Ermittler berichtete. Darauf sei im Chat niemand eingegangen - möglicherweise weil das Geld nicht vorhanden oder den Nutzern das Angebot nicht geheuer gewesen sei, so der Ermittler. Auf einem sichergestellten Tablet konnten von 100 000 Bildern bisher erst 25 000 ausgewertet und klassifiziert werden. "Das ist eine unglaubliche Datenmenge", sagte der Ermittler vor Gericht. Ein Urteil wird für den 20. Juli erwartet.

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