
Auf einen Klick
Am vergangenen Sonntag habe ich mir in einem englischsprachigen Kino „Breaking Dawn Part 1“, die neueste Verfilmung der „Twilight“-Saga, angesehen.
Der Film unterscheidet sich deutlich von seinen Vorgängern, was wahrscheinlich daran liegt, dass alle bisher verfilmten Teile der Saga von verschiedenen Regisseuren abgedreht wurden.
Zu Beginn behält der Film das harmonische Bild der zarten Liebesgeschichte zwischen Bella und Edward bei: eine Traumhochzeit, die jedes Mädchen begeistert aufseufzen lässt, romantische Flitterwochen in einer paradiesischen Umgebung und viel nackte Haut. Fast schon zu viel Harmonie, man ahnt schon, dass es so nicht weitergehen wird.
Bereits nach wenigen Tagen glücklicher Zweisamkeit auf der familieneigenen Insel „Esme Island“ stellt Bella fest, dass sie schwanger ist. Schwanger mit einem Vampirbaby. Der Fötus, der für ihren zierlichen Körper zu stark ist, zerstört sie nach und nach von innen heraus. Bella magert bis auf die Knochen ab, sieht extrem elend aus und ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Auch wenn die Augenringe und eingefallenen Wangen nur angeschminkt sind, haben die Filmemacher hier auf bedrückende Art und Weise Bellas Schicksal herausgearbeitet. Man leidet regelrecht mit. Auch Edwards Angst, seine Frau zu verlieren, wird von Robert Pattinson authentisch dargestellt.
Als wäre all das nicht genug, kommt es zu einem finalen Kampf mit dem Wolfsrudel um Bellas besten Freund Jacob, der sich jedoch ihretwegen von seinen Wurzeln abwendet und für die Familie Cullen zu einem Vertrauten wird. Der Film endet mit der Geburt des – erstaunlich normal aussehenden – Kindes, einer Nahtoderfahrung Bellas und einer schwerwiegenden Entscheidung für Edward.
Auf den zweiten Teil des vierten Films müssen „Twilight“-Fans nun ein ganzes Jahr warten, doch schon das Ende des ersten Teils lässt vermuten, dass noch lange nicht alles erzählt ist. Denn auch für Jacob steht noch die endgültige Entscheidung zwischen seinem Herzen und seiner Herkunft aus.
Dass ich mir den Film in der englischsprachigen Originalversion angeschaut habe, halte ich rückblickend für eine ausgesprochen gute Entscheidung, weil er so nicht durch nervige Synchronstimmen und krampfhaft übersetzte Filmzitate verfälscht wird.
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Marie-Kristin Döbler hat den Film über Colin Clarks Erinnerungen an Marilyn Monroe gesehen.
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