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VfB Stuttgart Polizeieinsatz gegen VfB-Fans

Augenzeugen auf Fanseite kritisierten vor allem die Provokationen der Ordner bei den Kontrollen, die zu der Eskalation geführt haben sollen. Foto: Screenshot YouTube itsDomeTV

Bielefeld/Stuttgart.
Es waren heftige Szenen, die sich am frühen Montagabend vor dem Gästeblock der Schüco-Arena in Bielefeld abspielten. Vor dem Anpfiff der Partie Bielefeld gegen Stuttgart (2:3) kam es laut der Polizei zu „körperlichen Auseinandersetzungen“ zwischen einigen VfB-Fans, dem Ordnungsdienst und der Bielefelder Polizei. Am Dienstag tauchte auf YouTube ein Video vom Polizeieinsatz auf: Was war passiert? Laut Polizeibericht waren gegen 19:30 Uhr etwa 300 Stuttgart-Fans von ihren Bussen von der Schloßhofstraße zum Gästeblock unterwegs, als ein Teil dieser Gruppe offensichtlich beabsichtigte, den Eingangsbereich zu stürmen.

Augenreizungen durch Pfefferspray

Der Sicherheitsdienst schritt ein und ging mit Pfefferspray und dem „Einsatzmehrzweckstock“ – umgangssprachlich Schlagstock - gegen die Fans vor.

Nach Informationen des eingesetzten Sanitätsdienstes meldeten sich fünf Fußballfans mit Augenreizungen durch Pfefferspray. Die Sanitäter verteilten zudem 15 Augenspülungen an Fans, die hinter einer Absperrung standen. Auch ein Polizeibeamter wurde bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen leicht verletzt.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung

Die Polizei ermittelt inzwischen wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung. Dazu wird vorhandenes Videomaterial der Polizei ausgewertet.

Augenzeugen auf Fanseite kritisierten vor allem die Provokationen der Ordner bei den Kontrollen, die zu der Eskalation geführt haben sollen. Angeblich habe sich die Situation "urplötzlich und ohne vorhergehende Warnzeichen ergeben", zitieren die Stuttgarter Nachrichten einen Augenzeugen aus dem VfB-Lager.

Schlechte Kommunikation und Provokationen

Ein weiterer Augenzeuge schilderte dem Portal Faszination Fankurve, dass der Ordnungsdienst die Auseinandersetzungen durch schlechte Kommunikation und Provokationen herbeigeführt habe. Zudem seien die Ordner "sehr provozierend" gewesen und hätten "kräftig ausgeteilt". Polizei und Ordnungsdienst hinterließen "einen überforderten Eindruck".

Der VfB Stuttgart will die Szenen noch nicht bewerten. Man stehe in Kontakt mit Arminia Bielefeld und den zuständigen Sicherheitsbehörden, heißt es von Vereinsseite. Die Auswertung der Geschehnisse erfolge durch die Sicherheitsbehörden vor Ort und sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. 

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