Waiblingen Flüchtlinge ziehen um

Martin Winterling, 01.12.2016 00:00 Uhr
 Foto: VLP
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Waiblingen. Die große Fluchtwelle ist abgeebbt. Im Kreis leben derzeit rund 4400 Flüchtlinge in 62 Gemeinschaftsunterkünften. Im nächsten Jahr folgt die nächste Welle. Rund 3200 Flüchtlinge müssen aus den Gemeinschafts- in sogenannte Anschlussunterkünfte wechseln. Ihre Koffer packen müssen aber nur Bewohner von Notunterkünften. Die letzten vier werden demnächst geräumt.

Zwischen dem Landkreis und den Kommunen gärt ein Streit, wo und wie die Flüchtlinge künftig untergebracht werden – und letzten Endes geht es wie so oft ums liebe Geld. Dies zeigte sich im Sozialausschuss des Kreistages bei der Diskussion über den Sozialetat. Sobald Flüchtlinge anerkannt sind, spätestens aber nach zwei Jahren, müssen Bewohner aus den Gemeinschaftsunterkünften ausziehen, die der Landkreis Rems-Murr betreibt. Für ihre Unterbringung sind dann die Städte und Gemeinden zuständig.

Nachdem der Kreis bis Sommer 2016 – mit zunächst zaghafter, dann tatkräftiger Unterstützung der Kommunen – die Unterbringung der Flüchtlinge in Not- und Gemeinschaftsunterkünfte geschafft hat, sind nun die Städte und Gemeinden am Zug. Sie müssen eine große Zahl an Zuweisungen in Anschlussunterbringungen bewältigen. Schon heute warten 800 Flüchtlinge auf den Umzug – zumindest auf dem Papier. Denn was heute ein Zwei-Bett-Zimmer in einer Gemeinschaftsunterkunft ist, kann schon morgen ein Zimmer in einer Anschlussunterbringung sein. Sofern sich die beiden Träger einig werden. Viele Unterkünfte, die der Kreis in der ersten Not geschaffen hat, eignen sich durchaus als dauerhaftes Dach über dem Kopf. Der Landkreis sei jedoch in diesem Punkt abhängig vom Engagement der Kommunen, blitzte im Sozialausschuss Kritik an den Städten und Gemeinden auf.

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