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WaiblingenSchwimmer kommen nicht zur Ruhe

Mathias Schwardt, vom 21.12.2012 00:00 Uhr
Eines steht jetzt schon fest: Die Schwimmer und der Sport sind die Leidtragenden der Schlammschlacht beim VfL Waiblingen. Foto: ZVW
Eines steht jetzt schon fest: Die Schwimmer und der Sport sind die Leidtragenden der Schlammschlacht beim VfL Waiblingen.Foto: ZVW
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Waiblingen. Die Schlammschlacht bei den Schwimmern geht weiter. In einem Brief an die schwimmsporttreibenden Vereine in Waiblingen verwahrt sich OB Andreas Hesky dagegen, Mitarbeiter der Stadtwerke hätten sich von früheren Mitgliedern des VfL zum Essen einladen lassen. Entsprechende Rechnungsbelege seien gefälscht.

Diese sind bei der Buchprüfung des VfL Waiblingen im Rahmen der Ermittlungen gegen den entlassenen Sportlichen Leiter der Schwimmer aufgetaucht. Gegen ihn besteht der Verdacht der Untreue. Ausgestellt worden seien die Essensbelege aber von der ehemaligen Abteilungsleitung, sagt Marco Weigel, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister des Gesamtvereins. „Es standen Namen von Mitarbeitern der Stadtwerke drauf, die nicht dabei waren. Das ist Fakt. Das habe ich in Absprache mit dem OB bei der Polizei aktenkundig gemacht.“

Andreas Hesky schreibt in seinem Brief, der unserer Zeitung vorliegt, es sei zutreffend, dass es Rechnungsbelege beim VfL gibt. „Diese sind aber gefälscht und es werden gegebenenfalls noch rechtliche Schritte eingeleitet.“ Solche Bewirtungen habe es nicht gegeben. Weder durch frühere Mitglieder des VfL, noch „von Personen, die der Firma B&B zuzurechnen sind“. Im Rahmen des Waiblinger Bäderkonzepts (siehe Infobox) hatte der federführende VfL die Firma B&B Dienstleistungen mit der „Betriebsführung“ (Hesky) der Ortschaftsbäder beauftragt.

Das Brisante: Auch gegen einen der Funktionäre aus der ehemaligen Abteilungsleitung, der die Belege anscheinend ausgestellt hat, wird ermittelt. Hier geht es um den Vorwurf des Betrugs. Bislang war davon ausgegangen worden, es handele sich dabei um eine reine Privatsache. Die neuen Erkenntnisse zeigen laut Weigel, dass es sehr wohl Verbindungen zum VfL gibt.

Zumal die Geschäftsführerin von B&B auch die Lebensgefährtin des ehemaligen VfL-Funktionärs ist, so Weigel. „Er hat aus unserer Sicht mitgewirkt in der Firma.“ Zum 30. November 2012 kündigte der Verein den Vertrag mit B&B. „Wir wollen Transparenz“, begründet Weigel die Entscheidung.

OB Hesky: Vorwürfe in Mail Grund für Brief an Vereine

Die Stadtwerke Waiblingen hätten eine klare Richtlinie für das Verhalten ihrer Mitarbeiter, schreibt Hesky. „Diese haben sich weder zum Essen noch zu sonstigen Vergünstigungen einladen lassen.“ Im Gespräch mit unserer Zeitung nennt der OB den Grund für seinen Brief. Er habe eine Mail erhalten, in der der Vorwurf geäußert worden sei, Mitarbeiter der Stadtwerke seien an der Gründung des neuen Clubs SV Waiblingen (siehe Artikel unten) beteiligt gewesen. Das sei genauso falsch wie die Unterstellung, unter anderem Geschäftsführer Volker Eckert habe sich vom VfL zum Essen einladen lassen. „Es ist eindeutig nachvollziehbar, dass die Mitarbeiter nicht dabei waren. Herr Eckert zum Beispiel war an diesem Tag am Seminar in Stuttgart. Ich muss mich eindeutig vor die Mitarbeiter stellen.“

Aus Weigels Sicht sind die Vorwürfe nur ein Mittel ehemaliger Mitglieder des VfL, um „schmutzige Wäsche“ zu waschen. „Das kann man nicht machen, Mitarbeiter der Stadtwerke so zu denunzieren.“

Die Schwimmer des Clubs haben im Zuge der Schlammschlacht zahlreiche Mitglieder verloren. Viele sind nun beim SV Waiblingen aktiv. Doch auch der VfL sei nicht untätig geblieben, sagt Weigel. Es gebe ein neues Trainerteam bei den Schwimmern. Außerdem sei der Verein bei der Suche nach einem Cheftrainer „in guten Gesprächen“. Bereits gefunden hat der VfL mit Rolf Breyer und Stellvertreter Marco Kraus eine kommissarische Abteilungsleitung. Zwar werde sich der Ärger wohl noch einige Monate lang hinziehen, so Weigel. „Aber das kriegen wir auch in den Griff.“

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