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Plätzchen essen, singen unterm Weihnachtsbaum, Geschenke auspacken, Krippenspiel anschauen, leckeres Essen und besinnliches Beisammensein im Kreis der Familie – Weihnachten! Beim Jugendstammtisch haben wir uns über das Fest der Liebe unterhalten.
Sandra: Bald ist Weihnachten. Habt ihr schon Pläne, wie ihr das Fest verbringen werdet?
Tina: In der Psychiatrie. Ich muss nämlich über die Feiertage arbeiten. Da ich einen Pflegeberuf erlerne, bin ich auch an Feiertagen im Dienst. Das finde ich aber nicht so tragisch, mitunter kann es sogar ganz unterhaltsam sein. Diese erzwungene Festlichkeit an Weihnachten mag ich eh nicht.
Philip: Für mich ist Weihnachten ein Familienfest. Mit meiner Familie zusammen zu feiern, ist daher Pflicht. Außerdem bin ich froh, dass ich noch Großeltern habe, mit denen ich Weihnachten verbringen kann. Das ist nicht selbstverständlich. Nach der Bescherung gehe ich wahrscheinlich zu meinen Freunden.
Lukas: Bei mir steht auch die Familie an erster Stelle. Wir gehen jedes Jahr an Heiligabend in die Kirche und schauen uns das Krippenspiel an. Das gehört für mich einfach zu Weihnachten dazu. Außerdem trifft sich die komplette Großfamilie, das ist immer schön.
Cassandra: Das ist bei uns nicht so einfach, da meine Eltern getrennt leben. Trotzdem feiern wir Weihnachten zusammen. Aber ich konnte zum Glück dafür sorgen, dass wir jetzt doch gemeinsam feiern. In die Kirche gehe ich nicht, ich verstecke währenddessen lieber mit meinem Vater die Geschenke unterm Weihnachtsbaum.
Joscha: Ich feiere auch daheim mit der Familie. Mittags gehen wir in die Kirche. Leider kann meine Oma dieses Jahr nicht mit uns feiern, weil sie sehr dement ist. Ich glaube, nach dem Essen und der Bescherung geh ich irgendwann in mein Zimmer und zocke Skyrim. Aber erst, wenn alle schlafen.
Sandra: Sehr besinnlich, Joscha. Aber ich muss zugeben, wir schauen jedes Jahr „Weihnachten bei Familie Hoppenstedt“ im Fernsehen an. Das ist einfach Kult. Heiligabend ohne Loriot ist für mich nicht Heiligabend.
Philip: Nee, der Fernseher bleibt bei uns über die ganzen Feiertage aus. Aber vor der Bescherung klingelt immer ein Glöckchen.
Sandra: Bei uns auch! Da fühl ich mich immer wieder wie eine Vierjährige, wenn ich das Glöckchen läuten darf. Aber solche Rituale braucht man einfach. Singt ihr mit euren Familien auch Weihnachtslieder?
Lukas, Boris, Joscha und Philip: Ja!
Sandra: Wer von euch hat denn schon Geschenke gekauft? Ich war letzten Samstag in Stuttgart, und was dort in der Vorweihnachtszeit abgeht, ist nicht mehr schön. Die Leute rennen sich über den Haufen, jeder schiebt Panik und will so schnell wie möglich alle Geschenke zusammenkriegen. Ich hatte meine zum Glück schon im November beisammen.
Boris: Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass 40 Prozent der Deutschen ihre Geschenke schon im November gekauft haben. Da gehöre ich eindeutig nicht dazu. Bei mir wird’s wohl wieder darauf hinauslaufen, dass ich am 23. Dezember losziehe und Weihnachtsgeschenke suche.
Philip: Hey, am 24. Dezember haben die Geschäfte auch noch den halben Tag offen! Nein, Spaß beiseite: Bei mir wird’s wieder eine Last-Minute-Amazon-Shoppingtour. Das finde ich am praktischsten, weil man so nicht von Laden zu Laden rennen muss, sondern alles bequem nach Hause geliefert bekommt. Die packen einem auf Wunsch sogar die Geschenke ein!
Tina: Ich mach mir da nicht so viel Stress. Ich schenke sowieso nur meinen Eltern und meiner Schwester etwas. Meine Schwester ist auch diejenige, die bei uns Geschenke einpackt. Das kann ich nämlich überhaupt nicht.
Sandra: Also, mir macht das Einpacken und Verzieren viel mehr Spaß als die Rennerei nach dem passenden Geschenk. In meinem Familien- und Bekanntenkreis fallen zudem noch viele Geburtstage in die Weihnachtszeit. Meine beste Freundin hat zum Beispiel am ersten Feiertag Geburtstag.
Lukas: Ist doch praktisch, dann brauchst du nur ein Geschenk! Ich finde, Shopping geht generell gar nicht. Geschenke hab ich noch keine gekauft, das mach ich eher spontan, vielleicht mal auf dem Weg zur Musikhochschule. Zurzeit stehen doch so viele Klausuren an, dass ich gar keine Zeit dafür habe.
Sandra: Ich finde es immer schwierig, für Männer passende Geschenke zu finden. Bei Frauen ist es wesentlich leichter.
Joscha: Aber Männer sind doch viel weniger anspruchsvoll und leichter zufrieden zu stellen. Bei mir ist es grade umgekehrt, mich treiben Geschenke für Frauen regelmäßig zur Verzweiflung.
Boris: In dem Artikel, den ich vorhin angesprochen habe, stand, dass 53 Prozent der Deutschen am liebsten Geld oder Gutscheine verschenken, weil das am unkompliziertesten ist und man nicht Gefahr läuft, das Falsche zu verschenken. Ist aber eben auch ziemlich unpersönlich.
Philip: Ich habe dieses Jahr einen Wunschzettel geschrieben. Seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, sind sie etwas ratlos, was sie mir schenken können. Also hab ich meine Wünsche aufgelistet, und sie haben abgehakt, was sie mir schenken wollen. So bekomme ich nur Geschenke, die ich wirklich brauche.
Tina: Dasselbe habe ich im Internet gemacht, als Onlinewunschzettel.
Joscha: Wunschzettel habe ich keinen geschrieben. Ich gehe lieber ganz offen auf die Leute zu und sage ihnen, was ich gerne haben möchte. Meistens halten sie sich daran.
Sandra: Wenn ich in der Vorweihnachtszeit shoppen gehe, passiert es mir öfter, dass meine Mutter sich geschickt die Klamotten abgreift mit den Worten „Das kriegst du zu Weihnachten“. Habt ihr eigentlich schon mal ganz sinnlose Geschenke bekommen?
Tina: Sinnlose nicht, aber auf den ersten Blick sind die Geschenke meiner Großeltern etwas außergewöhnlich. Sie schenken mir immer Einrichtungsgegenstände oder Haushaltgeräte. Als ich 16 war, habe ich ein 20-teiliges Besteckset bekommen, ein anderes Mal war’s ein Toaster. Wenn ich mal von zuhause ausziehe, kann ich solche Dinge aber sicherlich gut gebrauchen.
Lukas: Steht bei euch schon der Weihnachtsbaum?
Alle verneinen.
Philip: Ich kaufe meinen am Sonntag, also am 3. Advent. Dann kann Weihnachten kommen!
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Marie-Kristin Döbler hat den Film über Colin Clarks Erinnerungen an Marilyn Monroe gesehen.
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