Weinstadt Update: Schon wieder: Sprinter bleibt in Unterführung hängen

ZVW, 15.02.2017 17:42 Uhr
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 Foto: SDMG
Foto: SDMG

Weinstadt-Beutelsbach. In der Beutelsbacher Bahnunterführung ist schon wieder ein Fahrzeug hängengeblieben. Der Abschleppdienst zog den LKW aus der Unterführung heraus. Ein 23-Jähriger hatte am Mittwoch (15.2.) gegen 11.40 Uhr die Cannonstraße befahren und blieb dabei mit seinem etwa drei Meter hohen Lkw an der nur zwei Meter hohen Unterführung hängen. Am LKW entstand laut Polizei Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro. Die Decke der Unterführung wurde zerkratzt. 

Trotz mehrerer auffälliger Warnschilder bleiben in der Beutelsbacher Unterführung seit Jahren immer wieder Fahrzeuge hängen. Die Bildergalerie zu den spektakulärsten Unfällen in der Unterführung

Der letzte Fall liegt etwas mehr als drei Monate zurück. Es folgt eine Auflistung der jüngsten Ereignisse, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

So viele Warnhinweise kann eigentlich kein Mensch übersehen. Ein großes neonfarbenes Schild weist auf die Höhenbegrenzung gut sichtbar hin. LED-Leuchten müssten zusätzlich jedem Fahrer ins Auge stechen. Vergangenes Jahr hat die Stadt Weinstadt zusätzlich rot-weiße Leitmale an der gefährlichen Stelle platziert. „Auch dadurch ist nichts merklich besser geworden“, sagte Tiefbauamtsleiter Michael Sonn im Oktober vergangenen Jahres: „Man kann nicht verstehen, warum das ständig passiert.“

Leser liefern eine Menge Vorschläge zur Prävention

Innerhalb kürzester Zeit lieferten Leser der Nachricht auf unserer Homepage am Mittwoch eine ganze Reihe von Vorschlägen, wie solche Unfälle künftig vielleicht vermieden werden könnten:

„Macht doch 100 Meter vorher eine Art Rahmen mit beweglichem Oberbalken, der dann an die Fahrzeuge schlägt, wenn sie zu hoch sind“, so einer der Vorschläge. Eine Lösung dieser Art hat die Stadtverwaltung Weinstadt tatsächlich schon erwogen – aber die Idee denn wieder verworfen – aus Sicherheitsbedenken.

„Wann wird hier endlich mal ein höhenmessendes Gestell vor die Unterführung gepackt, damit die nicht alle testen müssen, wie hoch ihr Auto wirklich ist?“, fragt sich ein anderer Leser. Vor ein paar Jahren wurde in Weinstadt tatsächlich bereits über Lichtschranken diskutiert. Auch diese Idee setzte sich nicht durch – weil solche Anlagen manipulierbar seien und zudem recht teuer.

„Das wird langsam zum Running-Gag. Ist es so aufwendig, die Fahrbahn einen halben oder ganzen Meter tiefer zu legen?“ – diese Frage stellt sich ein weiterer Bürger. Allen Ernstes: Selbst diese Variante war bereits im Gespräch. Zutreffend antwortet ein Leser auf diesen Vorschlag: „Dann wird die Rampe auf der anderen Seite zu steil. Wenn man was machen müsste, dann müsste alles komplett und großflächig neu trassiert werden.“

Die Bahn prüft

Für die Bahn bringt jeder Unfall dieser Art Extra-Aufwand mit sich. Ein Experte reist jedes Mal an und prüft, ob die Bahnstrecke Schäden davongetragen hat. Die Bahn gibt die Strecke erst wieder frei, wenn ein Brückenfachmann die Erlaubnis gibt.

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Kommentare (16)
Ironie • vor 1 Monat
Ich weiß gar nicht was alle haben , das Regelt sich doch von selbst ! Spätestens nach ein paar Tausend mal wird die Betondecke der Brücke immer dünner , so das auch mehr als 2m gehen ! Wie meinte der Prüfer bei meiner LKW Fahrprüfung zu einem Prüfungskollegen , sie wissen nicht wie hoch ihr Fahrzeug ist , also brauchen sie auch keinen Führerschein ! @ Müller : Wer sich nur auf sein Navi verlässt , der sollte doch lieber laufen !
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Müller • vor 1 Monat
Man sollte vielleicht ,die Navigationsgeräte auch anders programmieren, den egal ob ein Navi für Auto mit Anbau,bzw Aufbau oder LKW eingesetzt wird, es führt einen von der B 29 als erstes durch diese Unterführung. Bei dem Navigationsgerät gehört dann die Meldung hinterlegt, sind sie hierfür geeignet hier durch zu fahren.
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Alexander • vor 1 Monat
Dieses Foto ausdrucken: http://www.zvw.de/media.media.157f5ece-94e5-4806-b12b-fae9dba42883.normalized.jpeg - und den Text darüber "2m Durchfahrtshöhe - der hat's nicht geglaubt". Das ganze als Plakatwand vor die Brücke und der Spuk hat ein Ende.
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Ferdinand • vor 1 Monat
Warum werden eigentlich auf allen Fotos immer die Kennzeichen unkenntlich gemacht? [Anm. d. Red.: Zum Schutz der Privatsphäre.]
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Karl Berger • vor 1 Monat
Schauen sie sich doch einmal das rot-weisse Höhenschild das quer zum Tunnel hängt an. Merksch was? Das ist gute 20 Zetimeter höher als die Tunneldecke welche nicht eckig sondern abgerundet nach hinten unten verläuft. Links und rechts sind die rot-weissen Schilder exakt mit der Kante zu Ende. Frage, wer schaut auf eine schlecht erkennbare Tunneldecke wenn darüber ein Höhenschild hängt? Richtig keiner. ----- Also, hängt das Schild genau oder 3 Zentimeter zu tief an die Tunnelheinfahrt, damit jeder sieht wie hoch die Decke wirklich ist!
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Rudi Ratlos Karl Berger • vor 1 Monat
Was soll das bringen wenn der Fahrer nicht im Bilde ist, wie hoch sein Gefährt ist. An der Unterführung steht 2m. Also darf mein Fahrzeug maximal 15cm höher sein als ich selbst (in meinem Fall). Wer das schon nicht abschätzen kann wie soll derjenige dann abschätzen ob er mit seinem Lieferwagen unter der rot/weißen Markierung durch passt? Nicht die rot/weiß Markierung ist zwingend sondern die maximale Höhenangabe!
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