Welzheim Ehrenamtsabend der Stadt Welzheim

Rainer Stütz, 08.02.2017 00:00 Uhr
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Volles Haus beim Ehrenamtsabend der Stadt Welzheim am Montagabend in der Eugen-Hohly-Halle. Foto: Ralph Steinemann
Volles Haus beim Ehrenamtsabend der Stadt Welzheim am Montagabend in der Eugen-Hohly-Halle.Foto: Ralph Steinemann

Welzheim. Das Dutzend ist voll. Voll war am Montagabend auch die Eugen-Hohly-Halle beim Ehrenamtsabend der Stadt. Mit 240 Plätzen wurde die Kapazitätsgrenze erreicht. Als Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement für städtische Aufgaben gab es eine gute Mischung für die Ohren und für den Gaumen.

Im Video: Die Stadt Welzheim ehrt ehrenamtlich tätige Bürger am Ehrenamtsabend.

Nur einer fehlte an diesem Abend: Bürgermeister Thomas Bernlöhr war erkrankt, weshalb der Beigeordnete Reinhold Kasian die Eröffnungsrede hielt.

Das Spektrum der Ehrenamtlichen reicht von den Aktiven Senioren, über das Wirtschaftsforum und Integrationshelfer bis zu den Museumsdienstlern. Die Arbeit der Mediathek stützt sich auf Ehrenamtliche, die Flüchlingshelfer sind bei der Integration der Asylbewerber unverzichtbar. Neu hinzugekommen sind zum Beispiel die Fahrer des Bürgerbusses und die Sprecher der Senioren-Online-Gruppe. Die Sternwarte wird genauso von Ehrenamtlichen betrieben wie der Info-Stand im Tannwald. Die Übersicht macht deutlich, in welch vielfältiger Weise die Stadt bei ihren Aufgaben ehrenamtlich unterstützt wird.

Einmal im Jahr gibt es deshalb von der Stadt ein besonderes Dankeschön mit einem gemütlichen Abend. „Baden-Württemberg ist ein Ehrenamtsland“, sagte Reinhold Kasian am Montagabend in seiner Rede. Die Menschen fühlten sich in ihrer Heimat wohl, weil das Ehrenamt einen „Mehrwert an Lebensqualität“ bedeutet.

Die wichtigsten Dinge lassen sich nicht kaufen

Kasian erinnerte an einen Satz des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy. „Vorsprung im Leben hat, wer schon anpackt, wenn andere noch reden.“ Die wichtigsten Dinge im Leben ließen sich ohnehin nicht mit Geld erkaufen: Liebe, Gesundheit, Familie, Freundschaft, Glück und eben das Ehrenamt.

Ohne diese Helfer hätte die Stadt enorme Probleme, die Aufgaben zu erfüllen. „Unser Gesellschaft würde ohne Ehrenamtliche zusammenbrechen, sie sind das Rückgrat der Gesellschaft“, sagte Kasian weiter.

Und obwohl es so viele Ehrenamtliche gebe, sei immer noch ein weiterer Bedarf da. Die Stadt plant nach Aussage von Reinhold Kasian deshalb eine Veranstaltung im März, bei der neue Unterstützer geworben werden sollen. „Wir werden auf die Sprecher der Arbeitskreise zeitnah zukommen, um den konkreten Bedarf zu besprechen.“

Die Organisation und Gesamtleitung des Abends lag wie immer in den bewährten Händen von Birgit Keller.

"Es ist eine schöne Geste"

Ein Kommentar von Rainer Stütz

Seit zwölf Jahren gibt es den Ehrenamtsabend und er wird von Jahr zu Jahr umfangreicher. Inzwischen ist die Stadt in der Eugen-Hohly-Halle mit dieser Veranstaltung an eine Kapazitätsgrenze gestoßen. Das ist ein gutes Zeichen. Mittlerweile 22 Organisationen und Arbeitsgemeinschaften haben städtische Aufgaben im Ehrenamt übernommen. Dieses Engagement hat Unterstützung und Achtung verdient, zum Beispiel durch einen Ehrenamtsabend. Eine schöne Geste der Stadt, die Zukunft hat, in einer Zeit, in der das Miteinander der Menschen durch soziale Medien sich nicht nur verändert und auch darunter leidet.

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