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Winterbach Bilder: Status Quo - rockin' all over the Zeltspektakel

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Winterbach.
Status Quo sind Status Quo sind Status Quo – man hört es daran, dass sie jederzeit und immer haargenau klingen wie Status Quo, und so war es auch am Dienstag Abend im Winterbacher Spektakelzelt: so und kein bisschen anders.

Wie gut, dass es wenigstens noch dies und das gibt, worauf man sich verlassen kann auf dieser Welt: Um 21 Uhr sollten sie beginnen, um Punkt 21 Uhr geht’s los, sie kommen auf die Bühne, hängen die Fender-Telecaster-Gitarren um, bauen sich vor den Marshall-Boxen* auf – eine kurze Rückkoppelung, ein Schlagzeugwirbel, Hände hoch zum Mitklatschen: in einer Sekunde von Null auf Volle Kanne! Und wer Frontmann Francis Rossi nicht mag, der hat kein Herz für sagenhaft drahtige Senioren: 66 Lenze jung, gertenschlank, graue Schläfen, gediegen gestutztes Schütterhaar, das weiße Hemd hochgeschlossen bis zum obersten Kragenknopf. Beim ersten Song stellt er sich mal kurz ganz nach vorne an den Bühnenrand, wirft sich in ein, zwei Posen, damit die Fotografen unten im Graben bequem zu ihren amtlichen Motiven kommen – was für ein zuvorkommender Gentleman! Und als die Nummer vorbei ist, kannst du nicht bis drei zählen, schon geht die nächste los und dann schon wieder eine und noch so eine von derselben Art.

Die Jünger von Raffinesse und Verfeinerung sind dieser Combo noch nie zu Füßen gelegen. Es gibt bei Status Quo im Prinzip nur zwei Varianten: Entweder kerzengerade voll auf die Zwölf oder im Shuffle-Rhythmus voll auf die Zwölf, entweder im eisern durchgebumsten da-da-da-da-Groove ungebremst durch die Wand oder im punktiert wumsenden damm-da-damm-da-Groove ungebremst durch die Wand. Wer auch immer das Wort „subtil“ erfand, hat dabei sicher keine Millisekunde lang an Status Quo gedacht. Wer aber ab und zu gerne einen schön derben Gitarrenabend ohne blöde Pathosgesten, Großkotzposen und Virtuosen-Gebalz erleben und sich alle Tiefsinns-Schlacke sauber aus dem Oberstübchen kärchern lassen will, der wird von Status Quo niemals niemals nie nicht enttäuscht werden. Der Holzboden im Zelt hat gebebt! Oh, here we are and here we are and here we go – und jetzt alle: And I like it, I like it, I like it, I like it – rockin all over the world.

* In einer früheren Fassung des Textes war irrütmlich von Orange-Boxen die Rede. Ein Leser hat uns auf den Fehler hingewiesen - danke!

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