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Zeitung in der Schule Schüler interviewen die Flying Steps

Winnenden. Die Viertklässler von Lehrerin Silke Fischer in der Grundschule Birkmannsweiler spielten bei der Auftaktveranstaltung zu „Schüler machen Zeitung“ Reporter. Sie interviewten die Breakdance-Weltmeister der „Flying Steps“ und schrieben Texte über die Begegnung.

So schnell kann es gehen: Da saßen sie gerade noch in den Klassenzimmern, vertieft in die „Winnender Zeitung“, die sie im Rahmen des ZVW-Projekts „Schüler machen Zeitung“ täglich lesen, und einen Tag später sind sie die Fragensteller und schlüpfen in die Reporter-Rolle.

Mit Block und Stiften bewehrt, gehen sie auf die Weltmeister „Rayboom“ und „Lou-Ease“ zu, zwischen zwei Breakdance-Workshops, den sie und Schüler der Minkov-Tanzakademie einen Vormittag lang machen durften.

Das Wichtigste, was ein Reporter können muss: „Sich die Fragen vorher ausdenken und aufschreiben“, weiß ein Junge. Er hat ein halbes A-4-Blatt vollgeschrieben mit Fragen, die ihn an den Breakdancern interessieren.

Fragen zielen in viele Richtungen

Die ganze Klasse hat Fragen gesammelt, um gut vorbereitet auf das Interview zu sein: Eine Gruppe beschäftigte sich mit den Tänzern und ihrer Lebensgeschichte, eine konzentrierte sich auf die Entstehung der Tanzgruppe und die dritte Gruppe stellte Fragen über die Organisation und den Ablauf des Tanzevents in der Hermann-Schwab-Halle in Winnenden.

Die Fragen der Jung-Reporter zielten in viele Richtungen: „Ihr seid so viel unterwegs, vermisst ihr eure Familien nicht?“, „Wie alt muss man sein, um bei euch mitzumachen?“, „Wer sind eure Vorbilder?“ und „Habt ihr euch schon mal verletzt?“

Breakdancer „Rayboom“ und „Lou-Ease“ antworten

Sie standen in ihren neuen Reporterrollen sehr kumpelhaften Gesprächspartnern gegenüber, so dass die anfängliche Nervosität schnell verschwunden war. Die Breakdancer nahmen sich viel Zeit und beantworteten in lockerer Interview-Atmosphäre alle Fragen. „Sie haben auf den T-Shirts unterschrieben und mit einigen Selfies gemacht, waren sehr sympathisch“, sagt die Lehrerin Silke Fischer.

Wissen wollten sie von den akrobatischen Tänzern auch, wer die Schritte und Posen erfindet, wie lange sie dafür schon üben und wie sie sich auf dem Kopf drehen können. Journalistisch neugierig haben sie manchem Detail nachgespürt, das ihnen – aufmerksam, wie junge Reporter so sind – nicht entgangen ist: „Wie seid ihr auf die Idee gekommen, zu klassischer Musik Breakdance zu machen?“ – „Wir haben gute Fragen gestellt“, sagen die Schüler nach dem Interview. „Wir durften fragen, was wir wollten.“

„Man muss ganz genau fragen und zuhören“

Im Unterricht wurden die Interviews ausgewertet. Dann schreibt jeder Schüler in der Gruppe selbst einen Artikel. Hier machen sie eine weitere wesentliche Erfahrung eines Journalisten:

„Man muss ganz genau fragen und zuhören und hinterher dann aussieben, was man nicht braucht“, meint einer der jungen Zeitungsreporter.

Und diese spannenden Details haben die Schüler beim Interviewen der Breakdancer herausgefunden:

„Rayboom und Lou-Ease meinen, man sollte beim Tanzen immer Spaß haben, und das haben sie.“

„Sie wurden immer berühmter. Gegründet wurden die Flying Steps 1993 und sie haben sich dann im Jahr 2000 in Braunschweig zum ersten Mal ihren größten Traum erfüllt: Weltmeister!“

Autorinnen: Floriane, Johanna, Aspirata


„Der Name Flying Steps heißt übersetzt fliegende oder schnelle Schritte. Denn beim Breakdance tanzt man mit kleinen, schnellen Schritten.“

„Zurzeit tanzen die Flying Steps zwei unterschiedliche Shows. Sie waren schon fast überall auf der Welt und wurden insgesamt viermal Weltmeister.“

„Wenn man zu den Flying Steps will, muss man sein tänzerisches Talent in der Tanzschule in Berlin zeigen. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht.“

Autoren: Matti, Elias G., Leon


„Rayboom und Lou-Ease sind Künstlernamen. Der Lieblingstanz von Rayboom ist Salsa. Die Flying Steps geben auch Tanzunterricht in ihrer Tanzschule in Berlin.“

„Rayboom und Lou-Ease haben sich aber beim Tanzen auch schon verletzt.“

„Lou-Ease hatte einen entzündeten Kreuzbandriss und konnte deswegen ein Jahr lang nicht tanzen.“

Autorinnen: Lara, Luca, Leoni


„Raybooms größter Moment ist, wenn die Zuschauer klatschen. Er ist 31 Jahre alt.“

„Lou-Eases größter Moment ist es, wenn er die Zuschauer in eine andere Welt versetzt. Er ist 29 Jahre alt.“

„Beide haben sehr viele Auftritte und wenig Zeit für die Familie.“

„Sie wollen noch ihr Leben lang tanzen. Als Profis geht das wahrscheinlich noch zehn Jahre.“

Autoren: Maurice, Bruno, Maxi, Elias R.


Wer ist euer Vorbild?

Rayboom: „Meine Eltern sind mein Vorbild.“

Wie könnt ihr euch auf dem Kopf drehen?

Lou-Ease: „Es ist ein spezieller Stoff in der Mütze, das sind extra Headspincaps, mit denen das gut funktioniert.“

Wie viel trainiert ihr pro Tag?

Rayboom: „Wenn wir auf Tour sind, trainieren wir zwei bis drei Stunden pro Tag.“

Fällt euch das Tanzen leicht?

Rayboom: „Man muss für die Schritte viel üben, aber man muss auch viel Spaß haben.“

Autoren: Sarah, Elaine, Jannik


Wie ist es bei den Flying Steps?

Rayboom: „Es macht viel Spaß und ist sehr schön.“ Lou-Ease: „Wir haben 30 Tänzer, deswegen ist es sehr schön.“

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, zu klassischer Musik Breakdance zu machen?

Rayboom: „Der Dirigent und Regisseur Christoph Hagel und Vartan Bassil hatten die Idee.“

Wo habt ihr euch kennengelernt?

Lou-Ease: „In Berlin haben wir viele Jugendclubs. Dort üben viele junge Tänzer und lernen sich kennen.“

Autoren: Maileen, Lucas, Nils


Workshop-Tag

„Wir haben in der Hermann-Schwab-Halle in Winnenden am 16. 11. 2016 einen Workshop mit Rayboom und Lou-Ease von den Flying Steps gemacht. Herr Hansjörg Neumann vom Kulturamt der Stadt Winnenden hat das Ganze organisiert. Zuerst haben wir mit Rayboom eine Choreografie gelernt. Als die Stunde um war, konnten wir uns Autogramme holen, Fotos machen und unsere Interviews führen. Dann kam der Workshop mit Lou-Ease. Mit ihm haben wir Breakdance auf dem Boden gemacht. Es war ein toller Tag, der allen viel Spaß gemacht hat.“

Autoren: Raihanni, Laura, Mara und Lejla

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