VfB Stuttgart

Abstellungen in Corona-Zeiten: Wie der VfB mit der anstehenden Länderspielpause umgeht

Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo
Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Neben der immer noch nicht entschiedenen Präsidentschaftswahl in seinem Heimatland USA („Ich werde das weiterhin interessiert und angespannt verfolgen“), beschäftigt sich VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo zusätzlich zum anstehenden Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auch noch mit der darauffolgenden Länderspielpause. Wie geht der Verein dieses Mal mit den Abstellungen seiner Nationalspieler um?

Werder Bremen stellt keine Nationalspieler ins Ausland ab

Liga-Konkurrent Werder Bremen wird seine Auswahlspieler für die kommenden Länderspiele im Ausland in jedem Fall nicht abstellen. Lediglich Torhüter Jiri Pavlenka darf für Tschechien gegen Deutschland dabei sein, weil die Partie am Mittwoch in Leipzig stattfindet.

Laut dem kicker sind von der Entscheidung Marco Friedl (Österreich), Milos Veljkovic (Serbien), Milot Rashica (Kosovo), Yuya Osako (Japan) und Josh Sargent (USA) betroffen.

Hintergrund ist eine Verordnung des Bremer Gesundheitsamtes, die vorsieht, dass Spieler, die aus internationalen Risikogebieten zurückkehren, für fünf Tage in Quarantäne müssen.

Gespräche mit den Gesundheitsämtern laufen

Ein ähnliches Vorgehen plant auch der VfB Stuttgart: „Natürlich wollen wir den Spielern ermöglichen, zur Nationalmannschaft zu fliegen“, sagt Pellegrino Matarazzo, schränkt allerdings ein: „Wenn Sie danach aber in Quarantäne gesteckt werden, dann würden wir die Spieler nicht fliegen lassen.“

Rechtlich abgesichert wäre der Verein: Die FIFA entbindet die Vereine von der Abstellungspflicht, sofern eine Quarantäne im Anschluss erfolgt.

Man sei diesbezüglich noch in Gesprächen mit den zuständigen Gesundheitsämtern. Um welche Nationalspieler es sich handelt, wollte der Trainer nicht verraten. Pressesprecher Tobias Herwerth ergänzte, dass man wie üblich im Nachgang an das Frankfurt-Spiel über die Länderspiel-Abstellungen informieren werde. 

„Ich gehe davon aus, dass die Spieler in die nächste Blase reisen “

Zuletzt waren sieben Profis der Schwaben mit ihren Nationalteams unterwegs - darunter die Leistungsträger Wataru Endo (Japan), Sasa Kalajdzic (Österreich) und Orel Mangala (Belgien U21)

Chefcoach Matarazzo hat mit Blick auf die Länderspielreisen seiner Schützlinge in Corona-Zeiten zwar kein „gutes Gefühl“, würde den Spieler aber gerne die Reise zu den jeweiligen Auswahlteams ermöglichen. Er setzt dabei auf die strengen Hygiene-Maßnahmen: „Ich gehe davon aus, dass die Spieler in die nächste Blase reisen - und die Infektionsgefahr weiter gering bleibt.“