Meinung

Alle Betroffenen beteiligen: Kommentar zur Obdachlosenunterkunft in Urbach

Asylantenheim
Urbacher Obdachlosenunterkunft. © Gabriel Habermann

Die Sorgen der Anwohner sind verständlich. Sie haben in der Vergangenheit Probleme und Herausforderungen mit der Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen in ihrer Nachbarschaft erlebt und wollen nicht, dass sich die Lage erneut verschärft. Deshalb ist es gut und richtig, dass sie rechtzeitig im Gemeinderat aufschlagen und eine echte Beteiligung und die Anhörung ihrer Sorgen fordern. Nur so kann sichergestellt werden, dass am Ende die beste Lösung für alle gefunden wird.

Es ist also lobenswert, dass die direkten Nachbarn auf diese Weise aktiv werden, sich mit dem Thema beschäftigen und ein ausgeklügeltes soziales Konzept für die Begleitung der Obdachlosen und Flüchtlinge fordern. Die Gemeindeverwaltung hat ihnen versprochen, sich über Beteiligungsmöglichkeiten Gedanken zu machen, und sollte dieses Versprechen nun auch praktisch umsetzen. Dabei sollte die interessierte Bürgerschaft - und das müssen im Übrigen nicht nur die direkten Nachbarn sein - aber jederzeit im Hinterkopf behalten, dass die Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen die Gemeinde regelmäßig vor eine Herkulesaufgabe stellt, die kaum zu stemmen ist - auch weil es für die Verantwortlichen unheimlich schwierig ist, in der Gemeinde privaten Wohnraum für die Hilfsbedürftigen zu organisieren.

Es ist so, wie es die Bürgermeisterin mehrfach betonte: Jeder kann von heute auf morgen obdachlos werden oder anderweitig in eine Notlage kommen und ist dann auf menschenwürdigen, schnell verfügbaren Wohnraum angewiesen. Es gibt keine Wohnraum-Reserven mehr in der Gemeinde für Hilfsbedürftige, also müssen zeitnah neue Möglichkeiten geschaffen werden – denn die nächste Notlage kommt bestimmt.

Die Sorgen der Anwohner sind verständlich. Sie haben in der Vergangenheit Probleme und Herausforderungen mit der Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen in ihrer Nachbarschaft erlebt und wollen nicht, dass sich die Lage erneut verschärft. Deshalb ist es gut und richtig, dass sie rechtzeitig im Gemeinderat aufschlagen und eine echte Beteiligung und die Anhörung ihrer Sorgen fordern. Nur so kann sichergestellt werden, dass am Ende die beste Lösung für alle gefunden

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