VfB Stuttgart

Anton, Thommy, Mavropanos und Co.: Die Neuzugänge des VfB im Transfer-Check

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Die vier Neuzugänge des VfB Stuttgart für die kommende Bundesliga-Saison. © ZVW/Simeon Kramer

Ob Waldemar Anton, Erik Thommy oder Konstantinos Mavropanos: Beim Trainingsauftakt des VfB Stuttgart am vergangenen Montag (03.08.) waren einige neue Gesichter auf dem Rasen des Robert-Schlienz-Stadions zu sehen.

Obwohl das Bundesliga-Transferfenster in diesem Sommer noch bis zum 5. Oktober geöffnet ist, sehen sich die Schwaben personell bereits gut gerüstet. Trainer Pellegrino Matarazzo sieht "viel Potential und Konkurrenz" in seinem Kader, doch stimmt das wirklich? Wir ordnen die VfB-Neuzugänge ein.

Der Königstransfer: Waldemar Anton

Mit dem 24-jährigen Innenverteidiger hat VfB-Sportdirektor Sven Mislintat seinen Königstransfer in dieser Saison bereits präsentiert. "Waldemar stand schon zum Start der Gespräche klar zum VfB und hat sich nicht nach links oder rechts umgehört", so Mislintat am Rande des Trainingsauftakts. "Ein Spieler, der in knapp vier Jahren bereits 130 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga absolviert hat, ist in diesem Alter ungewöhnlich".

Kopie von VfB Waldemar Anton Training
Waldemar Anton in Aktion. © ZVW/Simeon Kramer

Die Antwort auf die Frage, ob Anton für den VfB ein wichtiger Spieler werden könnte, lieferte der Sportdirektor gleich mit: "Seine Vielseitigkeit ist hervorzuheben, er kann alle drei Positionen in der Dreier-Kette spielen. Das ist für uns Gold wert." Da Pellegrino Matarazzo vermutlich auch in der Bundesliga vermehrt auf die Dreier-Kette setzen wird, könnte Anton tatsächlich zum Schlüsselspieler in der Stuttgarter Hintermannschaft werden.

Fazit: Mislintats wichtigste Verpflichtung. Anton wird Stammspieler und stabilisiert die anfällige Stuttgarter Defensive.

Der Rückkehrer: Erik Thommy

Kurz vor dem Trainingsauftakt sorgte das VfB-Service-Team auf Twitter für Verwunderung: Da noch nicht sicher sei, ob Thommy zum VfB zurückkehre, werde sein Name vorerst nicht im VfB-Fanshop als Trikotflock angeboten, hieß es in dem Tweet. Als das erste Training der Saison begann, war dann aber schnell klar: Der 24-jährige Mittelfeldspieler trägt wieder das Trikot mit dem roten Brustring.

"Erik wird die Nummer 11 tragen und ist ein vollwertiges Mitglied in unserem Team", klärte Sportdirektor Mislintat das Missverständnis auf. Thommy sei eine sehr gute Verstärkung für das Team und man freue sich, den flinken Flügelspieler dabei zu haben. Er müsse sich aber "wie alle anderen dem knallharten Konkurrenzkampf stellen." Da sich die Rolle des VfB in Liga eins vom Favoriten zum Jäger wandelt, wird Thommy dem VfB mit seinem Tempo und seinem Zug zum Tor guttun.

Fazit: Wichtiger Rückkehrer, wird das Flügelspiel bereichern. Dazu starker Scorer in der abgelaufenen Saison (6 Tore, fünf Vorlagen). 

Der robuste Abwehrhühne: Konstantinos Mavropanos

Um den Transfer des Griechen einzutüten, knüpfte Sportdirektor Mislintat Kontakte zu seinem alten Arbeitgeber. Vom englischen Spitzenclub FC Arsenal London war Mavropanos in der Rückrunde an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen, eine erneute Leihe stand im Raum - Mislintat schlug zu. Der VfB kann sich mit dem 22-jährigen Innenverteidiger eine wichtige Komponente ins Team holen: körperliche Robustheit. 

"Dinos hat eine wahnsinnige Robustheit und Körperlichkeit, dazu einen extremen Max-Speed. Mit seiner Kopfballstärke und seiner Athletik gibt er uns etwas, was uns im letzten Jahr gefehlt hat", so der Sportdirektor. Mavropanos wird den Konkurrenzkampf auf der Innenverteidiger-Position weiter verschärfen und Druck auf die etablierten Kräfte wie Holger Badstuber oder Marcin Kaminski ausüben.

Fazit: Gutes Leihgeschäft, könnte eine Verstärkung werden- eine Sofort-Hilfe ist er allerdings eher nicht.

Der Wunschkandidat: Gregor Kobel

Lange hat es gedauert, bis der VfB endlich die Verpflichtung seiner neuen (und alten) Nummer eins bekanntgeben konnte: Gregor Kobel unterschreibt bei den Schwaben einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Damit hat der Erstligist seine Wunschlösung zwischen den Pfosten realisiert, nachdem lange auch ein Transfer Kobels nach Berlin im Gespräch war. Kobel ist mit seinen 22-Jahren noch entwicklungsfähig und war in der abgelaufenen Saison meist ein zuverlässiger Rückhalt.

Kopie von VfB Kobel Bredlow Gospodarek Training
Gregor Kobel mit Torwarttrainer Uwe Gospodarek. © ZVW/Simeon Kramer

Fazit: Mit Gregor Kobel hat der VfB seinen Stammtorhüter für die nächsten Jahre gefunden. Aber: In Liga eins wird sich auch Kobel steigern müssen.

Der Dauerbrenner: Pascal Stenzel

Die Verpflichtung von Pascal Stenzel war wenig überraschend: Der 24-jährige Rechtsverteidiger absolvierte in der abgelaufenen Saison 37 Pflichtspiele für den VfB. Damit ist er der unangefochtene Dauerbrenner in der VfB-Elf. Stenzel ist zuverlässig, leistet sich wenige Fehler und hat ein hohes Standing im Team. Für etwas mehr als eine Millionen Euro Ablöse ein guter Deal für den VfB.

Fazit: Zuverlässiger Dauerbrenner, hat aber Schwächen im Vorwärtsgang. Im von Matarazzo bevorzugten 3-5-1-System eher in der Dreier-Kette anzusiedeln.

Der Leihspieler: Ailton

Kaum zu glauben, dass Ailton bereits in seine vierte Saison als VfB-Spieler geht. Drei Jahre davon war er allerdings verliehen, zuletzt spielte er beim FK Qarabag. Am Montag stand der Linksverteidiger beim Trainingsauftakt zwar auf dem Platz - angesichts der starken Konkurrenz (Borna Sosa und Clinton Mola) wird der 25-jährige Brasilianer wohl keine große Rolle spielen.

Fazit: Ailton wird abermals verliehen - oder verlässt die Schwaben ganz.

Der ZVW-Transferticker zum VfB Stuttgart

Sie wollen informiert sein, was rund um den VfB Stuttgart im Transfersommer passiert? Dann ist unser Transferticker genau das richtige für Sie. Dort berichten wir täglich über die Transfergerüchte rund um den Verein mit dem roten Brustring.