VfB Stuttgart

Argentinischer Doppelsturm bärenstark: Die Einzelkritiken zum 4:1-Auswärtssieg des VfB in Augsburg

Fußball Bundesliga FC Augsburg vs. VfB Stuttgart
Zeigte gegen den FC Augsburg eine starke Vorstellung: Stürmer Nicolas Gonzalez. © Pressefoto Baumann

Gegen den FC Augsburg hat sich der VfB Stuttgart vom Machtkampf in der Führungsetage nicht beeinflussen lassen und eine bärenstarke Vorstellung gezeigt. Die Schwaben kontrollierten die Partie fast die gesamte Spielzeit und ließen sich auch nicht durch den 1:2-Anschlusstreffer 30 Sekunden nach Wiederanpfiff verunsichern.

Am Ende sprang ein hochverdientes 4:1-Endergebnis bei den Fuggerstädtern heraus, das auch hätte höher ausfallen können. Damit rangiert der VfB auf Platz eins der Auswärtstabelle und hat bereits 21 Zähler auf dem Punktekonto. Unterm Strich bedeutet dies nach dem 15. Spieltag Tabellenplatz zehn.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Lenkte einen Caligiuri-Freistoß mit den Fingerspitzen ans Lattenkreuz (14.) und machte einen sicheren Eindruck. Chancenlos beim 1:2, als Richter völlig frei vor ihm auftauchte. Entwickelt sich immer mehr zum echten Rückhalt für den VfB. Note: 2

Pascal Stenzel: Wachsam in der ersten Hälfte, verpennte den Start in Halbzeit Zwei aber völlig. Spielte erst einen schlampigen Pass auf Endo und ging dann zu zaghaft in den Zweikampf – ermöglichte so den Anschlusstreffer. Wackelte immer wieder auf seiner rechten Seite, gewann aber 75 Prozent seiner Zweikämpfe.Note: 3,5

Waldemar Anton: Hatte in der ersten Halbzeit viel zu tun gegen die hohen Bälle der Augsburger, wackelte beim Augsburger Ecken-Sturmlauf ab der 15. Minute kurz. Fing sich aber schnell wieder und hielt seinen Laden dicht. Spielte 94 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler und brachte die Augsburger Stürmer in der zweiten Halbzeit zur Verzweiflung. Hat sich zum unangefochtenen Abwehr-Chef entwickelt. Note: 2,5

Marc Oliver Kempf: Seine auffälligste Aktion war sein Traumball auf Borna Sosa vor dem 2:0 (29.). Agierte ansonsten aber unauffällig und legte einen soliden Auftritt hin. Gewann 71 Prozent seiner Zweikämpfe, starke Passquote (93 Prozent). Note: 3

Borna Sosa: Neben dem 5:1 in Dortmund war das sein wohl bestes Spiel im VfB-Trikot. Beackerte seine linke Seite über die vollen 90 Minuten, bereitete das 2:0 mustergültig vor. War immer anspielbar und hatte viel Zug nach vorne. Entwischte Daniel Caligiuri ein ums andere Mal. Note: 2

Wataru Endo: Unauffälliger Auftritt des Japaners, fiel durch keine nennenswerte Aktion auf. Was aber nichts Schlechtes heißen muss, schließlich soll Endo das Zentrum dichthalten – was ihm gegen Augsburg über weite Strecken des Spiels gelang. Ausbaufähige Zweikampfquote (46 Prozent), aber war viel unterwegs (10,92 Kilometer). Note: 3,5

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Orel Mangala: Lief in der ersten Halbzeit viel hinterher und musste viele Fouls im Zentrum begehen. Steigerte sich im Verlauf der ersten Hälfte aber, agierte wie gewohnt mit viel Übersicht und agierte als Bindeglied zwischen Angriff und Abwehr. Lief am meisten (11,05 Kilometer). Note: 3

Gonzalo Castro: Leitete viele Bälle mit One-Touch-Fußball klug weiter und war immer anspielbar. Suchte viele Zwischenräume und tunnelte Augsburgs Keeper Giekiwicz clever vor dem 3:1. Endlich mal wieder ein guter Auftritt des Kapitäns nach zuletzt schwachen Auftritten. Note: 2,5

Silas Wamangituka: Kaum in den ersten 30 Minuten kaum im Spiel, erzielte dann aber nach einem Konter das 2:0. Hatte vor allem in der zweiten Halbzeit viele gute Konterchancen, die er aber entweder zu unsauber ausspielte oder zu naiv ins Dribbling ging. Der junge Kongolese hatte schon bessere Auftritte, dafür überzeugten heute seine Mitspieler. Note: 3,5

Mateo Klimowicz: Der junge Argentinier war immer anspielbar und bewegte sich viel in den Zwischenräumen. Holte in der 8. Minute einen Elfmeter heraus und belebte das Angriffsspiel enorm. Zeigte eine starke Leistung und rechtfertigte das Vertrauen von Matarazzo. In manchen Aktionen fehlt ihm noch die nötige Reife, er wird aber von Spiel zu Spiel besser. Note: 2

Nicolas Gonzalez: Verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0, suchte immer wieder Läufe in die Tiefe und sorgte so für viel Gefahr. Beschäftigte die Augsburger Abwehr dauerhaft, ackerte viel und bereitete das 3:1 traumhaft vor. Belohnte sich mit einer bärenstarken Leistung für die eher schwachen Auftritte in den letzten Spielen. Ein Gonzalez in dieser Form kann jedem Gegner weh tun. Einziger Kritikpunkt: Manchmal zu selbstverliebt. Note: 1

Philipp Förster (ab der 77. Minute für Gonzalo Castro): Ackerte viel und war viel unterwegs. Die verpasste Chance zum 4:1 sah blöd aus, der Fehler lag aber eher beim schlechten Pass von Silas Wamangituka. Note: Ohne Bewertung.

Daniel Didavi (ab der 77. Minute für Mateo Klimowicz): Kam in den letzten Wochen wenig zum Zug, zeigte aber eine engagierte Leistung, haute sich voll rein und beohnte sich mit dem 4:1. Note: Ohne Bewertung.

Sasa Kalajdzic (ab der 86. Minute für Silas Wamangituka): - Note: Ohne Bewertung.

Tanguy Coulibaly (ab der 86. Minute für Nicolas Gonzalez): - Note: Ohne Bewertung

Philipp Klement (ab der 90. Minute für Wataru Endo): - Note: Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form