Italien

Mehr als 500 Migranten landen auf Lampedusa

Migration im Mittelmeer
Ein Mitglied der NGO «Open Arms», die immer wieder Menschen aus dem Mittelmeer rettet, gestikuliert an Bord des Schiffes «Astral». Foto: Jesús Hellín/EUROPA PRESS/dpa/Symbolbild © Jesús Hellín

Rom (dpa) - Mehr als 500 Migranten, unter ihnen Kinder und Frauen, sind am Montagabend auf einem alten Fischerboot auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen. Die Menschen stammten vermutlich aus Marokko, Syrien, Bangladesch und Ägypten, berichten die Nachrichtenagentur Ansa und lokale Medien.

Das 15 Meter lange Schiff, das sieben Kilometer vor der Insel von der Zollpolizei abgefangen und zum Hafen eskortiert worden sei, sei vermutlich von Libyen aus in See gestochen. Zuvor waren am Montag bereits 119 Menschen an Bord von fünf Schiffen auf der Insel angekommen.

Migranten und Flüchtlinge, die aus Tunesien oder Libyen kommen, steuern oft Lampedusa an, um in die Europäische Union zu gelangen. Von Januar bis Anfang September 2021 starben nach UN-Angaben rund 1100 Migranten im zentralen Mittelmeer, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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