Kritik der Nato

Russland und Belarus starten großes Militärmanöver

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Militärmanöver
Auf diesem vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums zur Verfügung gestellten Foto treten russische Ehrengarde-Soldaten während der Eröffnungszeremonie der gemeinsamen strategischen Militärübung der Streitkräfte Russlands und Belarus auf. Foto: Vadim Savitskiy/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa © Vadim Savitskiy
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Indische Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Mulino in der Region Nischni Nowgorod. Foto: Savitskiy Vadim/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa © Savitskiy Vadim
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An den militärischen Übungen nehmen Angehörige von Militäreinheiten und -divisionen des westlichen Militärbezirks, Vertreter der Führungsstäbe und Angehörige der militärischen Kontingente der Streitkräfte von Armenien, Belarus, Indien, Kasachstan, Kirgisistan und der Mongolei teil. Foto: Vadim Savitskiy/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa © Vadim Savitskiy
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Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Alexander Lukaschenko (l), Präsident von Belarus, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, gehen während einer gemeinsamen Pressekonferenz im Kreml durch den Saal. Foto: Shamil Zhumatov/Pool Reuters/AP/dpa © Shamil Zhumatov

Moskau (dpa) - Begleitet von Kritik der Nato haben Belarus und Russland ihr großes Militärmanöver «Sapad» (Westen) begonnen.

Beteiligt sind auf insgesamt 14 Truppenübungsplätzen bis zu 200.000 Menschen und Hunderte Einheiten Kampftechnik, darunter fast 300 Panzer, 80 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 15 Schiffe, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Die Übung, die alle zwei Jahre angesetzt wird, dauert bis zum 16. September.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Russland zur Transparenz auf. Die Zahl der Teilnehmer bei Manövern sei in der Vergangenheit größer als angekündigt gewesen. «Also werden wir wachsam sein», sagte er. Die Nato in Brüssel kritisierte, Russland habe seit Ende des Kalten Krieges nicht eine Übung gemäß internationaler Vereinbarungen für Beobachtungen geöffnet. Bei einer Teilnahme von mehr als 13.000 Soldaten seien solche Beobachtungen verpflichtend, hieß es.

Lukaschenko und Putin im Austausch über Staatenbund

Das Manöver sei zwar nicht gegen irgendjemanden gerichtet, sagte der russische Präsident Wladimir Putin bereits am Vorabend bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im Kreml. «Aber die Durchführung ist logisch unter Bedingungen, da andere Vereinigungen wie die Nato ihre Präsenz an den Grenzen des Unionsstaates aktivieren», sagte Putin. Der Kremlchef und Lukaschenko hatten über die weitere Entwicklung eines Staatenbundes zwischen Russland und Belarus gesprochen.

Das Manöver sei ein Signal an den Westen, dass er nicht mit Minsk und Moskau aus einer Position der Stärke reden können, sagte der Chef des Generalstabs der Streitkräfte von Belarus, Viktor Gulewitsch, zum Start der Übung. Belarus hat lange EU-Grenzen mit Polen und dem Baltikum.

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