VfB Stuttgart

Auswärtsspiel in Mainz: Wie VfB-Coach Pellegrino Matarazzo den Bundesliga-Fehlstart verhindern will

Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo gestikuliert
Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Pellegrino Matarazzo wischte alles weg. Die Unruhe beim kommenden Gegner des VfB Stuttgart. Die Gerüchte um mögliche Verstärkung für den VfB aus dem fernen Russland. Und den drohenden Fehlstart für den Aufsteiger in der Fußball-Bundesliga.

Spieler-Streik in Mainz

«Auf unser Spiel hat das gar keine Auswirkungen», kommentierte Stuttgarts Coach am Donnerstag die Turbulenzen beim FSV Mainz 05, bei dem es nach der Suspendierung von Stürmer Adam Szalai diese Woche einen Trainings-Streik gegeben hatte.

«Wir bereiten uns auf eine Mainzer Mannschaft vor, die funktionieren wird», sagte der 42-Jährige mit Blick auf das Auswärtsspiel bei den 05ern am Samstag (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker). «Wir sehen eine Chance, die Punkte zu holen. Die wollen wir wahrnehmen.» Er erwarte aber einen «richtigen Kampf».

Matarazzo fordert vor Spiel in Mainz mehr «Schärfe»

Für den es sich vor allem defensiv zu rüsten gilt. Über weite Strecken war Matarazzo mit dem Auftritt seines Teams beim 2:3 zum Liga-Start gegen den SC Freiburg vergangenen Samstag zwar zufrieden. Hinten gelte es aber, «die Aufmerksamkeit zu erhöhen, in brenzligen Situationen die Alarmbereitschaft zu haben» und «dass die Abläufe klar sind, was ich in welcher Situation mache», sagte der Trainer. Es brauche «die notwendige Schärfe, um die Sachen wegzuverteidigen».

Möglich, dass er dafür Wataru Endo vom defensiven Mittelfeld in die Abwehr zurückzieht. Das sei «ein Gedanke», sagte Matarazzo. Zudem seien die nach ihren Einwechslungen gegen Freiburg starken Philipp Klement und Sasa Kalajdzic «Optionen für die Startelf».

Genau wie Pascal Stenzel, der gegen seinen Ex-Club 90 Minuten draußen saß. Auch Atakan Karazor könnte immerhin wieder zum Kader gehören. Die ins Training zurückgekehrten Philipp Förster (Probleme am Wadenbein) und Konstantinos Mavropanos (Leistenbeschwerden) sind noch kein Thema.

Kommt Maximilian Philipp im Tausch für Erik Thommy?

Durchaus eines ist beim VfB dafür der frühere Dortmunder Maximilian Philipp. Die Schwaben würden den 26 Jahre alten Offensivmann gerne von Dynamo Moskau ausleihen. Generell kommt eine Verpflichtung aber wohl nur in Frage, wenn im Gegenzug noch ein Spieler den Club verlässt.

Dieser könnte Erik Thommy sein. Passenderweise hat Philipps derzeitiger Arbeitgeber Interesse an Stuttgarts Flügelflitzer. Die Vorstellungen beider Vereine hinsichtlich einer möglichen Ablösesumme für Thommy scheinen aber (noch) weit auseinander zu liegen.

Matarazzo tangiert all das offenbar nicht. «Ich konzentriere mich auf die Spieler, die wir im Kader haben. Wenn etwas auf den Tisch kommt, werde ich es bewerten», sagte er. Auch der drohende Fehlstart, den der VfB im Falle einer weiteren Niederlage in Mainz hingelegt hätte, beschäftige ihn «nullkommanull», sagte Matarazzo.