Baden-Württemberg

Über 100 000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs im Südwesten

Spritzen mit dem Astrazeneca-Impfstoff
Spritzen mit dem Astrazeneca-Impfstoff. Foto: Leszek Szymanski/PAP/dpa/Symbolbild/Archiv © Leszek Szymanski

Stuttgart (dpa/lsw) - Mehr als 100 000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca sind bisher nach Baden-Württemberg geliefert worden. Die erste Lieferung mit 48 000 Impfdosen sei den Krankenhäusern im Land zur Verfügung gestellt worden, teilte das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch der Großteil der zweiten Charge mit 52 800 Dosen ging demnach größtenteils an Krankenhäuser. In dieser Woche sollen laut Ministerium auch erstmals Kreisimpfzentren mit Astrazeneca versorgt werden.

Laut Statistik des Robert Koch-Instituts wurden in Baden-Württemberg bislang 309 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs verabreicht. Ein Grund für die geringe Zahl sei, dass die ersten Kliniken den Impfstoff vergangene Woche erst vom 11. Februar an abholen konnten, erklärte das Sozialministerium. «Die Kliniken, die aus der zweiten Lieferung Impfstoff erhalten haben, konnten diesen erst seit Montag dieser Woche in den Impfzentren abholen.» Dieser könne erst nach und nach verabreicht werden.

Den Impfstoff von Astrazeneca bekommen aktuell Impfberechtigte, die der höchsten Priorität angehören und die jünger sind als 65 Jahre. Dazu zählt etwa Krankenhaus- und Pflegepersonal. Im Vergleich zu den Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna hat der Astrazeneca-Impfstoff eine geringere Wirksamkeit - bezogen darauf, wie viele Geimpfte in Studien im Vergleich zu Nicht-Geimpften erkranken.

Baden Württembergs Sozialminister Manne Luche (Grüne) bezeichnete ihn im SWR dennoch als «absolut hochwertig», er habe einen «hohen Wirkungsgrad und eine ausgesprochen gute Forschungs- und Zulassungslage».

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