Baden-Württemberg

10.000 Euro für Unterschrift: Erpressungsfall vor Gericht

Justitia
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © Arne Dedert

Heilbronn (dpa/lsw) - Weil er die AfD-Landtagsabgeordnete Carola Wolle erpresst haben soll, muss sich ein ehemaliges AfD-Mitglied des Kreisverbands Heilbronn vor Gericht verantworten. Am Donnerstag (09.00 Uhr) wird der Fall mündlich vor dem Amtsgericht Heilbronn verhandelt. Der Angeklagte, geboren 1968, soll Wolle vergangenes Jahr angeboten haben, für 10.000 Euro eine Unterschrift für die Bestätigung ihrer Aufstellung als Kandidatin für die Landtagswahl 2021 zu leisten. Zuvor habe sich der Mann hartnäckig geweigert, das knappe Wahlergebnis mit seiner erforderlichen Unterschrift zu bestätigen. Die Abgeordnete Wolle ging nach Angaben des Gerichts zum Schein auf das Angebot ein, alarmierte die Kriminalpolizei und traf sich mit dem Mann im November 2020 zur Geldübergabe in Räumen des Kreisverbands. Nach Übergabe des Geldes in einem Kuvert leistete der Mann seine Unterschrift - dann griffen die Beamten ein.

Das Amtsgericht Heilbronn hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wegen versuchter Erpressung eine Geldstrafe von 2700 Euro festgesetzt. Dagegen hatte der Angeklagte aber Einspruch eingelegt, weshalb nun verhandelt wird.

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