Baden-Württemberg

1857 Neuinfektionen im Südwesten: 54 weitere Todesfälle

Coronatest
Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © Britta Pedersen

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Corona-Lage in Baden-Württemberg bleibt auch im neuen Jahr angespannt. Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt in Stuttgart 1857 neue bestätigte Fälle und 54 weitere Tote, die mit oder an dem Virus gestorben sind (Stand: 14.00 Uhr). Die Gesamtzahlen liegen damit bei 242 729 Infektionen und 4893 Toten. Dass der Wert der gemeldeten Neuinfektionen kleiner ist als an den Vortagen, kann unter anderem an weniger Tests und Daten-Übermittlungen rund um Silvester und Neujahr liegen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 130,8 und ist damit im Vergleich zum Donnerstag leicht gestiegen (129,4). Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner in einer Region sich binnen einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben. Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Am höchsten war die Inzidenz mit 223,6 im Landkreis Calw, am niedrigsten mit 77,6 im Landkreis Heidenheim.

610 Patienten sind nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Behörde weiter mitteilte. 371 von ihnen würden künstlich beatmet. Rund 85 Prozent der 2396 derzeit betreibbaren Intensivbetten seien belegt.

Nennenswert sind zudem zwei weitere Nachweise der mutierten Variante B.1.1.7 des Coronavirus im Südwesten, über die das Gesundheitsministerium am Donnerstag informiert hatte. Betroffen ist ein Paar aus dem Ortenaukreis. Der Mann sei im Dezember auf Geschäftsreise in Großbritannien gewesen, wo der Virustyp zuerst festgestellt worden war. Erstmals in Deutschland war B.1.1.7 an Heiligabend in der Probe einer Frau nachgewiesen worden, die von der Insel kommend ihre Eltern im Landkreis Freudenstadt besuchte.