Baden-Württemberg

21-Jähriger nach tödlichem Streit wegen Mordes angeklagt

Der Eingang des Landgerichtes
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © Oliver Berg

Ulm (dpa/lsw) - Weil er einen Mann bei einem Streit mit einem Messer ermordet haben soll, muss sich ein 21-Jähriger ab heute(13.30 Uhr) vor dem Landgericht Ulm verantworten. Im Juni soll der Angeklagte einen 31-Jährigen in Geislingen (Landkreis Göppingen) bis zu elfmal in den Oberkörper gestochen haben, wie ein Sprecher des Landgerichts mitteilte. Erst als sein Opfer regungslos am Boden lag, soll der 21-Jährige von ihm abgelassen haben.

Die beiden Männer sollen bereits im Mai in der Gemeinschaftsunterkunft in Süßen (Landkreis Göppingen) in Streit geraten und seitdem verfeindet gewesen sein. Im Wohnort des 31-Jährigen in Geislingen trafen sie laut Gericht erneut aufeinander. Dort hätten sich die beiden nach einem Wortgefecht zu einer Schlägerei verabredet. Dabei soll der Angeklagte unvermittelt ein Messer gezogen und auf den 31-Jährigen eingestochen haben. Dieser wurde unter anderem an Herz und Milz verletzt und starb noch am Tatort an Herzversagen.

Die Freundin des Angeklagten soll noch versucht haben, die Kontrahenten zu trennen. Ein 32-Jähriger, der sie davon abgehalten haben soll, ist wegen Beihilfe zum Totschlag angeklagt. Es sind sechs Verhandlungstage bis Ende Januar geplant.