Baden-Württemberg

37-Jährige soll Kinder getötet haben: Plädoyers erwartet

Justitia in Ulm
Vor dem Landgericht in Ulm hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild © Stefan Puchner

Ulm (dpa/lsw) - Im Mordprozess gegen 37-Jährige, die ihre beiden Kinder im Schlaf erstickt haben soll, werden heute (8.30 Uhr) vor dem Landgericht Ulm die Plädoyers erwartet. Die Anträge zum Strafmaß der Angeklagten werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte.

Die Angeklagte hatte sich laut Gericht zuvor ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Da dazu die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde, werden auch die Plädoyers in diesem Rahmen stattfinden.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, in der Nacht vom 25. auf den 26. April dieses Jahres ihre beiden drei und sechs Jahre alten Kinder mit Hilfe eines Gases im Schlaf erstickt zu haben. Im Anschluss an die mutmaßliche Ermordung ihrer beiden Kinder soll die 37-Jährige versucht haben, Suizid zu begehen.

In einer Erklärung, die ihr Anwalt während des Prozesses verlesen hatte, hat die Angeklagte die Taten eingestanden und mitgeteilt, sie würde diese zutiefst bereuen. Als Motiv gab die 37-Jährige an, sie sei verzweifelt gewesen und habe sich von ihrem Mann trennen wollen. Den Angaben zufolge hat sie keinen anderen Ausweg gesehen und sich deshalb entschieden, Suizid zu begehen und auch ihre Kinder zu töten.

Polizisten nahmen die Frau nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Morgen nach der mutmaßlichen Tat fest. Sie befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Vater hatte die beiden Kinder am Morgen nach den mutmaßlichen Morden in der Wohnung der Familie in Oberstadion im Alb-Donau-Kreis tot aufgefunden.

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