Staatsanwaltschaft Ulm

Angriff in Ulmer Münster: Verdächtiger wohl psychisch krank

Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd

Ulm (dpa/lsw) - Nach dem Angriff auf eine Pfarrerin im Ulmer Münster ist der Tatverdächtige in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden. Den Ermittlern liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschuldigte psychisch krank sein dürfte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm am Freitag mitteilten.

Der Haftbefehl gegen den 28-Jährigen sei vom Amtsgericht durch einen vorläufigen Unterbringungsbefehl ersetzt worden. Ein Sachverständiger soll ein Gutachten über den psychischen Zustand des Mannes erstellen.

Er wird verdächtigt, am vergangenen Sonntag eine 39 Jahre alte Pfarrerin während eines Gottesdienstes im Ulmer Münster mit einem Messer angegriffen zu haben. Zuvor soll der Verdächtige sechs Holzfiguren an Kirchenbänken mit dem Messer beschädigt haben. Dann ist er den Angaben zufolge auf die Pfarrerin zugegangen - aus etwa einem Meter Entfernung soll er mehrmals mit dem Messer in ihre Richtung gestoßen haben.

Die Frau wich demnach nach hinten aus und rief über das Mikrofon um Hilfe. Der Mann flüchtete, die Pfarrerin blieb unverletzt. Polizisten nahmen den Verdächtigen später auf dem Münsterplatz fest.