Baden-Württemberg

Anlaufstelle für Opfer sexualisierter Gewalt geschaffen

Schatten von Mann, der nach Frau greift
Eine Frau, nach der ein Mann greift, beide im Schattenriss. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © Karl-Josef Hildenbrand

Stuttgart (dpa/lsw) - Als erstes Ministerium schafft das Wissenschafts- und Kunstressort eine Anlaufstelle für Opfer sexualisierter Diskriminierung und Gewalt. Bei der Vertrauensanwältin Michaela Spandau sollen Studierende, Hochschulmitarbeiter und Personal der Staatstheater auf offene Ohren treffen, wenn sie sich belästigt fühlen. Betroffene können sich ab kommender Woche auch anonym an die Fachanwältin für Strafrecht in Stuttgart wenden, teilte das Ministerium von Ressortchefin Theresia Bauer (Grüne) am Freitag mit.

Neben der Arbeit mit Betroffenen wird Spandau auch Workshops mit den Ansprechpersonen für sexualisierte Diskriminierung und sexuelle Gewalt im Wissenschafts- und Kunstbereich anbieten, um Fragen über den Einzelfall hinaus zu erörtern. Die neue Stelle soll auch dazu beitragen, das Dunkelfeld im Bereich sexueller Belästigung besser quantifizieren zu können.

Spandau ist Gründungsmitglied des Netzwerks engagierter Rechtsanwälte im Opferschutz und berät ehrenamtlich und anonym Erwachsene und Kinder, die von Gewalt- und Sexualstraftaten betroffen sind. Sie spricht auch Slowakisch, Tschechisch, Spanisch und Englisch.