Baden-Württemberg

Antisemitismusbeauftragter zu Protesten: kein Dialog möglich

Synagoge Ulm
Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg, spricht. Foto: Stefan Puchner/dpa © Stefan Puchner

Reutlingen (dpa/lsw) - Viele radikaler werdende Gegner staatlicher Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung sind nach Ansicht des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume nicht mehr im Dialog zu erreichen. Sie hätten sich in eine Sackgasse manövriert, sagte er dem Südwestrundfunk (SWR). «Sie können jetzt entweder zugeben, das war alles falsch und sich impfen lassen und zurückziehen, oder immer weiter eskalieren.»

Zwar sinke nach seiner Beobachtung die Zahl der Gegner, es blieben aber die radikalen, lauten und uneinsichtigen Kritiker der Maßnahmen zurück, sagte Blume. «Sie wollen keine Faktenchecks mehr wahrnehmen, sondern sie brüllen nur noch ihren Verschwörungsmythos hinaus», zeigte er sich überzeugt. «Und da ist dann auch kein Dialog mehr möglich.»

In zahlreichen deutschen Städten hatte es am Wochenende angemeldete, aber auch nicht genehmigte Demonstrationen gegeben, darunter auch in Reutlingen. Es kam zum Teil auch zu Ausschreitungen.

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