Baden-Württemberg

Appell an Ostertouristen: Rücksicht auf Tiere und Pflanzen

Eine Person umarmt einen Baum
Eine Person umarmt einen Baum. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © Patrick Pleul

Freiburg (dpa/lsw) - Scharen von Touristen könnten über die Osterfeiertage in beliebten Naturregionen seltene Tier- und Pflanzenarten gefährden. «Hintergrund ist, dass immer mehr Tourengänger, Wanderer und oder auch Mountainbiker abseits ausgewiesener Wege unterwegs sind, was Auswirkungen auf den Naturhaushalt hat», teilte das für das Biosphärengebiet Schwarzwald zuständige Regierungspräsidium Freiburg am Dienstag mit. «Die Menschen dringen bei der Suche nach unberührter Natur in Bereiche vor, die seltenen Tieren als Rückzugsraum dienen - insbesondere in sensiblen Phasen wie den Brutzeiten», sagte Biosphären-Geschäftsführer Walter Kemkes.

So reagiere zum Beispiel Auerwild sehr sensibel auf Störungen. «Jedes Aufscheuchen hat verheerende Folgen für die Tiere, eine mehrfache Störung kann letztendlich sogar den Tod bedeuten», sagte Christoph Huber vom Fachbereich für Naturschutz. Auch Gämse oder Rotwild könnten leicht gestört werden.

Der Nationalpark und der Naturpark Schwarzwald warben angesichts der bevorstehenden Feiertage ebenfalls für Rücksicht auf die Natur. Die Paarungs- und Brutzeit vieler Vögel sei in vollem Gange. Viele Waldtiere hätten schon Nachwuchs oder seien kurz davor, sagte Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker.

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